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Aktuell Asien

Tibeter machen China für Selbstmorde verantwortlich

In diesem Jahr haben sich bereits 14 Tibeter aus Protest gegen die chinesische Tibet-Politik selbst verbrannt. Zum Jahrestag des Volksaufstandes erhob die tibetische Exilregierung schwere Vorwürfe gegen Peking.

Die kompromisslose Politik der Chinesen lässt den Tibetern keine andere Form des Protests. Das sagte der Premierminister der tibetischen Exilregierung, Lobsang Sangay, auf einer Kundgebung im indischen Dharamsala zum Jahrestag des Volksaufstandes von 1959.

Derzeit gebe es in Tibet keine Möglichkeit des konventionellen Protests wie etwa Hungerstreiks, Demonstrationen und friedliche Kundgebungen. "Deshalb greifen die Tibeter zu extremen Aktionen wie die der 26 Menschen, die sich seit 2009 selbst verbrannt haben", so Sangay.

Die chinesische Führung wies die Vorwürfe zurück und beschuldigte zugleich das geistliche Oberhaupt der Tibeter, den Dalai Lama, die Unruhen in den von Tibetern bewohnten chinesischen Regionen zu schüren. Sangay hatte zuletzt die Vereinten Nationen angerufen, einen Sonderberichterstatter in die tibetischen Unruhegebiete zu entsenden.

Soldidarität mit Tibet

Protestaktion vor dem Bundeskanzleramt in Berlin (Foto:dpa)

Demonstration in Berlin für ein unabhängiges Tibet

Auch in Deutschland protestierten die Menschen mit Aktionen und Mahnwachen gegen die Tibet-Politik Chinas. In Berlin zeigten Menschenrechtsaktivisten und Exil-Tibeter eine mehrere Meter lange "Chronologie der Gewalt". Nach Angaben der Tibet Initiative Deutschland hissten 1200 Städte und Gemeinden auf Rathäusern und öffentlichen Gebäuden die Tibetfahne.

Mit dem Volksaufstand 1959 wollte sich die Bevölkerung gegen die Besetzung durch China wehren, das etwa zehn Jahre davor in Tibet einmarschiert war. Der Dalai Lama und mehr als 80.000 Tibeter mussten nach Indien und in weitere Nachbarländer fliehen.

fab/uh (epd,afpe)

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