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Sport

THW Kiel bricht Bundesliga-Startrekord

Mit dem 18. Sieg in Serie hat der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel eine neue Bestmarke gesetzt. Nach der verpatzten Vorsaison sind die Kieler in Deutschland wieder eine Klasse für sich.

Kiels Jicha beim Sprungwurf (Foto: dpa)

Die Kieler sind nicht zu bremsen

Von Euphorie war bei den Kielern nach dem hart erkämpften 28:25 (11:11)-Sieg beim VfL Gummersbach wenig zu spüren. "Über den Startrekord wurde viel geredet. In der Mannschaft war er kein Thema", sagte Nationalspieler Dominik Klein. Dabei haben die Kieler deutsche Handball-Geschichte geschrieben. Der Erfolg am Montag (26.12.2011) war der 18. Bundesliga-Sieg in Serie. Damit verbesserten die Kieler den alten Startrekord des TBV Lemgo, der in der Saison 2002/2003 bis zur ersten Niederlage 17 Mal als Sieger vom Platz gegangen war.

Dickes Kompliment

Kiels Trainer Gislason (Foto: dpa)

Trainer Gislason hält wenig von Rekorden

Trainer Alfred Gislason hatte bereits vor der Partie gegen Gummersbach gesagt, das Gerede über den Rekord verstelle den Blick auf das Wesentliche. Nach dem Sieg machte der Isländer seiner Mannschaft jedoch "ein dickes Kompliment" für den bisher optimalen Saisonverlauf.

In der Tabelle führen die Kieler mit der makellosen Bilanz von 36:0 Punkten deutlich vor den Füchsen Berlin (31:5) und Titelverteidiger HSV Hamburg (26:8). Kaum einer zweifelt noch daran, dass der Club zum 17. Mal deutscher Meister wird.

Auch in der Champions League souverän

Kiels Filip Jicha jubelt (Foto: dpa)

Jicha traf gegen Gummersbach elfmal

In der vergangenen Spielzeit waren die Kieler ihren eigenen hohen Ansprüchen nicht gerecht geworden. Den Meistertitel hatten sie dem HSV überlassen müssen. In der Champions League waren sie im Viertelfinale gescheitert.

Auch in der Königsklasse des europäischen Handballs läuft es in dieser Saison. Der THW, der 2007 und 2010 den Champions-League-Titel geholt hatte, qualifizierte sich als Gruppenerster bereits drei Spieltage vor Abschluss der Vorrunde souverän für das Achtelfinale.

Finale 2007 verschoben?

Wie ein Schatten hängt ein Gerichtsverfahren vor dem Kieler Landgereicht über den jüngsten sportlichen Erfolgen. Der frühere Manager Uwe Schwenker und Ex-Trainer Zvonimir Serdarusic sind angeklagt, das Finalrückspiel der Champions League 2007 verschoben zu haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, über einen Mittelsmann die beiden polnischen Schiedsrichter bestochen zu haben. Das Urteil soll am 26. Januar 2012 verkündet werden.

Autor: Stefan Nestler
Redaktion: Ursula Kissel