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Thomas Struth, Fotograf

Thomas Struth gilt als einer der weltweit bedeutendsten Fotokünstler. Seine großformatigen Arbeiten von Museumsbesuchern oder Urwäldern werden auf dem Kunstmarkt zu Spitzenpreise bis zu 300.000 Euro gehandelt.

Aktuell beschäftigt sich Thomas Struth vor allem mit Maschinen aus Forschungslaboren in denen er den Fortschrittsglauben der westlichen Gesellschaft hinterfragt.

Thomas Struth wurde 1954 im rheinländischen Geldern geboren. Sein Vater war Jurist und Bankier. Seine Mutter Töpferin. Gegen den Willen des Vaters studierte Struth an der Kunstakademie Düsseldorf zunächst Malerei bei Gerhard Richter, später Fotografie bei Bernd und Hilla Becher. Diese haben inzwischen eine ganze Generationen von weltbekannten Fotografen ausgebildet, drunter Andreas Gursky, Thomas Ruff und eben Thomas Struth. Von der amerikanischen Kunstkritik wird das Trio inzwischen als die "Struffskys" rezipiert. Zuletzt machte der Fotograf Schlagzeilen mit seinem Porträt von Queen Elisabeth und Prinz Philip, das er als Deutscher zum 60-jährigen Thronjubiläum erstellen durfte und das von der Kritik einmütig als sehr einfühlsam gelobt wurde. Bekannt wurde der heute 58-Jährige mit menschenleeren Stadtansichten, die er als "unconscious places" bezeichnet. 57 Arbeiten aus dieser Serie sind noch bis November 2012 auf der Architektur-Biennale in Venedig zu sehen. Nach vierzig Jahren im Rheinland zog Thomas Struth 2011 von Düsseldorf nach Berlin. Er ist mit der amerikanischen Schriftstellerin Tara Bray Smith verheiratet.

Typisch deutsch - Moderator Hajo Schumacher spricht mit Thomas Struth über Fotografie, Familiendynamik und Fortschrittsglauben.

Beiträge zu diesen Themen bieten Diskussionsstoff und ergänzen das Gespräch bei Typisch
deutsch. So sprechen beide unter anderem über die Arbeitsweise von Thomas Struth als Fotograf, über familiäre Konstellationen in seiner Porträtserie aber auch innerhalb der eigenen Familie. Ein weiteres Thema ist die Fortschrittsgläubigkeit der westlichen Gesellschaften, die der „bekennende Grünen-Wähler der ersten Stunde“ in seinen jüngsten Arbeiten hinterfragt.

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