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Das Bandtagebuch - EINSHOCH6

Thomas Sporrer

Nach vier Jahren Blockflöte fand Thomas mit dem Schlagzeug endlich das Instrument seiner Träume. Als Berufsmusiker spielt er nicht nur bei EINSHOCH6, sondern noch in vielen anderen Bands.

Name:
Thomas Sporrer

Geburtsjahr und Geburtsort:
1982 in Schongau

Mit wie viel Jahren hast du angefangen, Musik zu machen?
Ich habe mit fünf Jahren angefangen. Da musste ich in die musikalische Früherziehung. Und dann wurde ich dazu genötigt, vier Jahre Blockflöte zu lernen, was mitunter die vier schlimmsten Jahre in meinem Leben waren. Ich war damals immer ein bisschen nervös und hyperaktiv. Da hat ein Arzt mal zu mir gesagt, dass es doch vielleicht ganz gut wäre, wenn ich Schlagzeug lernen würde, um mich abzureagieren. Mit neun Jahren habe ich dann angefangen, Schlagzeug zu spielen.

Wer ist dein Vorbild?
Simon Phillips, der Schlagzeuger von Toto. Der hat mich eigentlich immer durch seine Spielweise, durch seine Art, wie er verschiedene Rhythmen einsetzt, begeistert.

Was findest du an EINSHOCH6 am spannendsten?
Das Spannendste dabei sind die verschiedenen Stile. Es ist nicht einfach nur Hip-Hop, sondern es ist mal ein bisschen Salsa dabei, mal ein bisschen Kabarett-Rap und Klassik. Die verschiedenen Stile machen die Musik sehr vielfältig.

Wie waren für dich die Dreharbeiten zum Bandtagebuch?
Lustig war es. Ich habe gelernt, dass wir in München ziemlich viele Regentage haben. Aber auch in Berlin konnten wir viele schöne Erfahrungen sammeln. Ich war davor noch nie an der Berliner Mauer oder am Brandenburger Tor gewesen. Das war eine nette Erfahrung mit der ganzen Band.

Was tust du gegen Lampenfieber?
Ich habe eigentlich kein Lampenfieber. Es ist ein bisschen Anspannung da, aber es ist nicht so, dass ich total verschwitzte Hände hätte. Also, da habe ich wahrscheinlich schon zu viele Konzerte gegeben, vor allem im klassischen Bereich mit Solokonzerten, wo man schon erfahren genug ist, um mit der Zeit die Nervosität ablegen zu können.

Was ist bei dir schon mal auf der Bühne richtig schiefgegangen?
Mir ist mal mein Podest zusammengebrochen, während ich gespielt habe. Das war in der Schweiz. Ich habe mich irgendwann auf dem Boden der Bühne mit dem Schlagzeug auf meinem Rücken wiedergefunden. Da habe ich dann vor Schmerzen geschrien, weil das echt wehgetan hat. Das Konzert musste kurz abgebrochen und das Podest neu zusammengebaut werden. Dann wurde weitergespielt.

Was ist die größte Herausforderung für dich als Musiker?
Die größte Herausforderung für mich persönlich ist, den Schritt in Richtung Perfektion zu gehen. Ich glaube, es ist wichtig, dass man sich selbst seine Ziele setzt und über seine Grenzen Bescheid weiß und die auch ständig versucht zu erweitern und einfach auch besser zu werden und Neues zu lernen.

Was ist für dich Erfolg?
Erfolg ist für mich, wenn ich ein tolles Konzert gegeben habe und mit mir selbst ein bisschen zufrieden bin, was eigentlich sehr schwierig ist, weil ich sehr selbstkritisch bin. Und wenn ich merke, dass ich den Leuten etwas Gutes getan habe, die Leute sich gefreut haben – das ist für mich Erfolg.

Was wärst du geworden, wenn du nicht Musiker geworden wärst?
Ich habe vorher mal was anderes gelernt. Ich war eine lange Zeit beim Militär. Da habe ich Fluggerätemechaniker gelernt. Aber ich glaube, ich kann mir nichts anderes vorstellen, als Musiker zu sein. Vielleicht noch Polizist. Das würde auch zu mir passen, weil ich meine Meinung sagen kann und auch immer für Gerechtigkeit, Recht und Ordnung einstehe.

Was würdest du gerne noch können?
Ich bin gerade dabei, ein bisschen E-Bass zu lernen. Das möchte ich auf jeden Fall mal hinkriegen, damit ich auf Jamsessions spielen kann. Und Spanisch muss ich unbedingt wieder aufgreifen.

Was magst du am liebsten an Augsburg?
Augsburg ist eine total süße Stadt mit schönen, romantischen Gässchen.

Sprichst du Bairisch? Was ist dein bairisches Lieblingswort?
Ja, ein bisschen, „i kann scho wenn i wui“. Der Basti sagt immer: „Des a guat“, also „das ist auch gut“.

Welche Fremdsprache sprichst du und womit hattest du beim Lernen die größte Schwierigkeit?
Ich spreche Englisch, ein bisschen Spanisch und ich habe früher mal Latein gelernt. Aber davon ist eigentlich nichts mehr übrig. Ich habe vor drei, vier Jahren ziemlich gut Spanisch gesprochen, weil ich da immer in einer Salsa-Clique unterwegs war. Und dann war mal eineinhalb Jahre gar nichts mehr, und jetzt hab ich fast alles wieder vergessen. Die Sprache muss immer wieder präsent sein, sonst vergisst du sie einfach.

Mit welcher Berühmtheit würdest du dich gerne mal unterhalten und warum? Simon Phillips habe ich mal kurz getroffen, aber da hatte ich kaum Zeit, um mit ihm zu reden. Ich würde mir gerne noch ein bisschen genauer von ihm erklären lassen, was er macht und wie er an Musik herangeht, wenn er sie selbst komponiert.

Hast du schon mal etwas gekauft und es danach bereut?
Eigentlich nicht. Ich habe mal etwas für jemanden gekauft, was ich hinterher bereut habe. Da werde ich jetzt aber nicht weiter drauf eingehen. Das hat einen romantischen Hintergrund ...

Wovor hast du Angst?
Irgendwie habe ich gerade so ein bisschen Angst vor dem, was in der Welt so passiert. Wie die Menschen grundsätzlich in den letzten Jahren miteinander umgegangen sind, was so passiert. Dabei kann man doch aus der Geschichte lernen, um nicht wieder die gleichen Fehler zu machen. Aber irgendwie funktioniert das nicht so ganz.

Was machst du im Sommer am liebsten?
Im Sommer gehe ich wahnsinnig gerne auf Salsa-Partys. Es gibt eine ganz coole Location am Starnberger See, wo ein schöner Sandstrand mit Strandliegen ist. Da fühlt man sich im Grunde wie im Urlaub, wenn das Wetter mal richtig schön ist.

Was machst du am liebsten am Wochenende?
Spielen, ich bin eigentlich immer unterwegs, in verschiedenen Besetzungen. Ich gehe EINSHOCH6 ein bisschen fremd, weil ich auch andere Besetzungen, Bands und Projekte habe, die ich auch immer weiter vorantreibe und in die ich auch viel Zeit investiere.