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Bücher

Thomas-Mann-Preis geht nach Schweden

Er pflegte immer einen engen Draht nach Deutschland. Nun erhält der schwedische Schriftsteller Lars Gustafsson den diesjährigen Thomas-Mann-Preis. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert.

Sie wird im Wechsel von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Hansestadt Lübeck verliehen, der Geburtsstadt Thomas Manns. Das Werk Gustafssons umfasst mehr als 40 Bände und ist auch in deutscher Übersetzung erschienen. Seine Romanfolge "Risse in der Mauer" über die Veränderungen im europäischen Wertesystem, besonders aber der Roman "Der Bienenzüchter" haben laut Jury "durch ihre Verbindung von philosophischer Einsicht und erzählerischer Meisterschaft" überzeugt.

Bekannt wurde Gustafsson in Deutschland 1967 mit seinem Gedichtband "Die Maschinen", der von Hans Magnus Enzensberger übersetzt wurde. Schon bald knüpfte er internationale Kontakte, so auch zur deutschen Autorengemeinschaft Gruppe 47.

Starker Deutschlandbezug seines Werkes

Ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austausch-Dienstes (DAAD) führte ihn 1972 nach Berlin, wo er für zwei Jahre lebte. Zuletzt war er 2005 Lehrer der Tübinger Poetik-Dozentur. Das Goethe-Institut verlieh Gustafsson 2009 die Goethe-Medaille für sein umfangreiches literarisches Werk und den darin enthaltenen starken Deutschlandbezug.

Nun erhält Gustafsson auch die nach dem deutschen Schriftsteller Thomas Mann (1875-1955) benannte Auszeichnung. Sie wird am 29. Oktober in der Münchner Residenz überreicht. Bisherige Preisträger des Thomas-Mann-Preises sind unter anderem die Schriftstellerinnen Juli Zeh (2013) und Christa Wolf (2011) sowie die Schriftsteller Jan Assmann (2011), Thomas Hürlimann (2012) und Rüdiger Safranski.

sd/az (dpa/epd)