1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Ostmitteleuropa

Theresienstadt als Kulisse für Pornofilm?

– In der Gedenkstätte wurde ein vorläufiges Verbot für Filmaufnahmen verhängt

Prag, 25.3.2002, RADIO PRAG, deutsch

Empörung hat in Tschechien der Plan des Prager Regisseurs Robert Rosenberg ausgelöst, Szenen aus dem ehemaligen Getto Theresienstadt in einen Porno-Film einzubauen. In dem Film mit dem Arbeitstitel "So war es" sollen in der heutigen Gedenkstätte Terezin in Nordböhmen weibliche Gefangene von deutschen Aufsehern vergewaltigt werden. Sollte Rosenberg Szenen aus dem früheren Getto verwenden, werde er Strafanzeige erstatten, sagte der Leiter der Gedenkstätte, Jan Munk, am Montag (25.3.). Außerdem wurde von der Gedenkstättenverwaltung ein für alle Besucher geltendes Verbot verhängt, Filmaufnahmen anzufertigen. Die Bürgermeisterin von Terezin, Ruzena Cechova, bezeichnete die Absicht des Regisseurs als geschmacklos. Im Zweiten Weltkrieg nutzten die Nationalsozialisten den Ort unter anderem als Durchgangslager für etwa 150.000 Juden aus ganz Europa. (ykk)

  • Datum 26.03.2002
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/2269
  • Datum 26.03.2002
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/2269