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Kultur

Theologe Franz Mußner gestorben

Im Alter von 100 Jahren ist der Bibelwissenschaftler Franz Mußner in Passau gestorben. Er war aktiver Förderer des jüdisch-christlichen Dialogs und galt als Freund des emeritierten Papstes Benedikt XVI.

Wie das Bistum Passau mitteilte sei der Theologe und Neustestamentler am Donnerstag (3.03.2016) gestorben. In seinen zentralen Werken behandelte Franz Mußner das Judentum als Wurzel des Christentums. Mußners theologischer Kampf galt den antijudaistischen Klischees in der Bibelauslegung. Der Bund Gottes mit dem Volk der Juden sei von Gott nie gekündigt worden, so Mußners zentrale These. Seine Forschungen zum Antijudaismus im Neuen Testament waren bahnbrechend für den christlich-jüdischen Dialog.

Für sein Engagement in diesem und für sein Buch "Traktat über die Juden" erhielt er 1985 die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille.

"Franz Mußner war unser ältester Priester und einer der wichtigsten deutschsprachigen Bibelforscher der nachkonziliaren Ära", erklärte der Passauer Bischof Stefan Oster. Mußner stammte aus dem oberbayerischen Landkreis Altötting. 1945 wurde er in Passau zum Priester geweiht. Als Theologieprofessor lehrte er in Trier und Regensburg.

jb-kk (dpa, epd)