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Nachrichten | 29.05.2017 | 06:00

Nordkorea feuert erneut ballistische Rakete ab

Ungeachtet mehrerer UN-Resolutionen hat Nordkorea erneut eine ballistische Rakete abgefeuert. Das teilte das südkoreanische Militär mit. Südkoreas Präsident Moon Jae In berief daraufhin in Seoul eine Sitzung des nationalen Sicherheitsrats ein. Die japanische Regierung reagierte mit einer Protestnote gegen den Raketentest, wie ein Regierungssprecher in Tokio mitteilte. Der Test habe ein Risiko für Schiffe und Flugzeuge in der Region dargestellt. Schäden habe es aber offenbar nicht gegeben, sagte der Regierungssprecher. Mit Dutzenden Raketentests und zwei Atomwaffentests seit Anfang vergangenen Jahres hat Nordkorea wiederholt gegen UN-Resolutionen verstoßen. Zuletzt hat US-Präsident Donald Trump Nordkorea beim G7-Gipfel in Italien als "Weltproblem" bezeichnet, das gelöst werde.

USA erwägen Laptop-Verbot auf allen Flügen

Die USA erwägen ein komplettes Verbot von Laptops auf allen Flügen, die in die USA führen oder dort starten. Heimatschutzminister John Kelly sagte dem Fernsehsender Fox News, die USA planten außerdem die Anhebung der Sicherheitsstandards im Flugverkehr sowie strengere Vorgaben bei der Kontrolle des Handgepäcks. Damit solle verhindert werden, dass die Kontrolleure bei der Durchleuchtung vollgestopfter Taschen gefährliche Gegenstände übersähen. Die Terroristen seien von dem Ziel besessen, ein Flugzeug zum Absturz zu bringen, das einer US-Fluggesellschaft gehöre und insbesondere voller US-Bürger sei, warnte Kelly. - Washington hatte im März ein Laptop-Verbot bei Flügen aus acht muslimischen Ländern in die USA erlassen. Am Freitag hatte Kelly auf Fox News gesagt, wenn die Menschen Bescheid wüssten über die tatsächliche Bedrohung der USA, dann würden einige ihr Haus nicht mehr verlassen.

Weitere Festnahmen nach Anschlag von Manchester

Nach dem Selbstmordanschlag in Manchester hat die britische Polizei zwei weitere Verdächtige festgenommen. Dem 19-Jährigen und dem 25-Jährigen würden Verstöße gegen die Anti-Terror-Gesetze vorgeworfen, teilten die Ermittler mit. Damit sind mittlerweile 15 Verdächtige in Zusammenhang mit dem Anschlag festgenommen worden. Unterdessen setzten zehntausende Sportler und Zuschauer mit einem Halbmarathon in Manchester ein Zeichen gegen den Terror. 40.000 Läufer kamen zu der durch ein großes Polizeiaufgebot gesicherten Sportveranstaltung. - Nach einer Schweigeminute vor dem Start sangen viele der Teilnehmer gemeinsamen den Oasis-Klassiker "Don't Look Back In Anger" (Schau nicht im Zorn zurück). Der libyschstämmige Brite Salman A. hatte sich am vergangenen Montag am Ende eines Popkonzerts der US-Sängerin Ariana Grande in die Luft gesprengt und 22 Menschen mit in den Tod gerissen.

Frankreichs Präsident Macron empfängt Russlands Staatschef Putin

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron empfängt an diesem Montag seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin in Versailles, um über den Syrienkrieg zu sprechen. Die Gespräche könnten schwierig werden, die Beziehungen zwischen ihren beiden Ländern waren zuletzt angespannt. Macron hatte beim G7-Gipfel in Sizilien einen "anspruchsvollen Dialog" mit Moskau angekündigt, um zu einer Lösung der Syrienkrise zu kommen. Russland unterstützt in dem Krieg den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Westliche Länder unterstützen Rebellen, die Assad stürzen wollen. Ein weiteres Thema ist der Ukrainekonflikt. -Deutschland und Frankreich vermitteln in der Krise, bisher aber ohne durchschlagenden Erfolg. Das Treffen der Staatschefs findet im Grand Trianon, einem Lustschloss im Park von Versailles, statt.

EU-Staaten wollen sich auf neue Regeln für Autozulassung einigen

Die EU-Industrieminister wollen sich an diesem Montag auf neue Regeln für die Zulassung von Automodellen verständigen. Als Lehre aus dem Skandal um geschönte Abgaswerte soll dabei zum Beispiel die Überprüfung von Wagen verstärkt werden, die schon auf dem Markt sind. Außerdem sollen sich die Mitgliedstaaten stärker untereinander kontrollieren. Wenn die Minister sich auf eine gemeinsame Position verständigen, müssen sie sich noch mit dem Europaparlament einigen. - Der Autohersteller Volkswagen hatte 2015 zugegeben, in Hunderttausenden Fahrzeugen eine Software eingesetzt zu haben, mit der Abgaswerte manipuliert wurden. Wegen des Skandals gibt es eine Reihe von Ermittlungsverfahren und Prozesse.

Israel beschließt umstrittenes Seilbahnprojekt für Jerusalem

Die israelische Regierung hat die umstrittenen Pläne für den Bau einer Seilbahn in die Jerusalemer Altstadt gebilligt. Bei einem Sondertreffen an der Klagemauer stimmte das Kabinett von Regierungschef Benjamin Netanjahu der ersten Bauphase der Seilbahn zu, deren Endhaltestelle in der Nähe der Klagemauer liegen soll. Das seit mehr als zehn Jahren wiederholt vorgebrachte Seilbahnprojekt hat zahlreiche Kritiker. Mit der Seilbahn würde die zunehmende jüdisch-israelische Prägung der Stadt noch verstärkt, sagen Kritiker. Mit dem Kabinettstreffen an der Klagemauer, die zu den heiligsten Stätten des Judentums zählt, erinnerte Israels rechtsgerichtete Regierung an die Eroberung der Jerusalemer Altstadt im Sechs-Tage-Krieg vor 50 Jahren. - Von palästinensischer Seite wurde die Sitzung als Provokation verurteilt. Der Status von Jerusalem zählt zu den größten Streitpunkten im Nahost-Konflikt.

Brasiliens Präsident Temer tauscht Justizminister aus

Der durch einen Korruptionsskandal schwer angeschlagene brasilianische Präsident Michel Temer hat einen neuen Justizminister ernannt. Zuständig für das Ressort werde der frühere Richter am Wahlgerichtshof, Torquato Jardim, teilte das Präsidialamt mit. Die Ernennung erfolgte wenige Tage vor einem wichtigen Termin an diesem Gericht, der Temer das Amt kosten könnte. Der Wahlgerichtshof entscheidet über die Annullierung der Wahl von 2014 wegen illegaler Wahlkampffinanzierung. Die Absetzung Temers auf diesem Weg wird als möglicher Ausweg aus der politischen Krise in dem von Korruptionsskandalen erschütterten Land gehandelt. Gegen den Staatschef wird wegen Korruptionsverdachts ermittelt, er weigert sich aber zurückzutreten. - Von der Ernennung Jardims erhoffe sich Temer nun bessere Kontakte zum Wahlgerichtshof, spekulierte die Zeitung "Folha de São Paulo".

"The Square" gewinnt Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes

Die schwedische Satire "The Square" ist beim 70. Filmfestival in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet worden. Das gab die Jury unter dem Vorsitz des spanischen Regisseurs Pedro Almodóvar bekannt. Das Werk erzählt von einem Museumskurator, dessen Leben außer Kontrolle gerät, als er sein Handy verliert. Regisseur Ruben Östlund wirft dabei Fragen zu Moral, Männlichkeit und Bigotterie der bürgerlichen Schicht auf. Zur besten Schauspielerin wurde die Deutsche Diane Kruger gekürt. Sie erhielt die begehrte Trophäe für ihre Darbietung in dem Film des Hamburger Regisseurs Fatih Akin "Aus dem Nichts". Zum besten Schauspieler wurde in Cannes der US-Star Joaquin Phoenix für seine Rolle in dem Thriller "You Were Never Really Here" gekürt. - Die US-Regisseurin Sofia Coppola wurde als beste Regisseurin für ihr Remake des Films "Betrogen" (The Beguiled) ausgezeichnet.