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Nachrichten | 17.01.2018 | 17:00

Süd- und Nordkorea wollen bei Eröffnungsfeier gemeinsam einlaufen

Nach der Einigung zwischen Nord- und Südkorea auf eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang wollen beide Seiten zur Eröffnungsfeier am 9. Februar gemeinsam ins Olympiastadion einmarschieren. Das teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Vertreter beider Länder hatten sich zuvor im Grenzort Panmunjom zu neuen Arbeitsgesprächen getroffen. Es war das zweite Treffen auf Arbeitsebene in dieser Woche. Bereits am Montag hatte Nordkorea zugesagt, ein großes Orchester für das kulturelle Rahmenprogramm zu schicken. Beide Länder hatten sich in der vergangenen Woche bei ihren ersten offiziellen Gesprächen seit zwei Jahren auf weitreichende Maßnahmen zur Verbesserung ihrer angespannten Beziehungen verständigt.

Kataloniens Parlament wählt Separatisten zu neuem Sprecher

Das neue Parlament in Katalonien hat den Unabhängigkeitsbefürworter Roger Torrent zum Präsidenten gewählt. Der 38-Jährige, der bislang Bürgermeister der katalanischen Kleinstadt Sarriá de Ter war, kam mit Unterstützung der separatistischen Parteien ins Amt. Bei der konstituierenden Sitzung in Barcelona waren nur 127 der insgesamt 135 Abgeordneten anwesend. Drei separatistische Politiker sitzen in U-Haft, fünf weitere - darunter Ex-Regionalchef Carles Puigdemont - haben sich nach Brüssel abgesetzt, um einer Festnahme zu entgehen. Bei der konstituierenden Sitzung geht es vor allem darum, ob Puigdemont auch in Abwesenheit erneut zum Regionalpräsidenten gewählt werden kann. Der erste Wahlgang soll bis zum 31. Januar stattfinden. Puigdemont will sein Regierungsprogramm Ende des Monats per Videokonferenz erklären oder sich von einem Vertreter ersetzen lassen. Die Zentralregierung in Madrid, die die Region unter Zwangsverwaltung gestellt hat, will in diesem Fall vor das Oberste Gericht ziehen.

Paris und London wollen neues Abkommen zur Grenzsicherung

Frankreich und Großbritannien wollen ein neues Abkommen zur Grenzsicherung gegen Flüchtlinge schließen. Wie das Büro von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mitteilte, soll der neue Vertrag beim Treffen mit der britischen Premierministerin Theresa May am Donnerstag in Sandhurst besiegelt werden. Nach Angaben des Élysée-Palastes waren von Seiten Londons größere Finanzhilfen für Paris in Aussicht gestellt worden. In dem Abkommen sind nach französischen Angaben auch beschleunigte Verfahren für die Familienzusammenführung und zur Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen in Großbritannien vorgesehen. Macron hatte dies bereits bei einem Besuch in der Hafenstadt Calais angedeutet, von der aus die meisten Flüchtlinge nach Großbritannien zu gelangen versuchen. Für London ist das neue Abkommen wichtig, da nach dem Brexit die Grenze zur EU durch den Ärmelkanal verläuft.

Deutsch-türkische Regierungskonsultationen wieder aufgenommen

Deutschland und die Türkei haben die im Streit ausgesetzten Regierungskonsultationen wieder aufgenommen. Im Bundesinnenministerium in Berlin kamen die Staatssekretäre beider Länder zusammen. Besonders bei der Terror-Abwehr hätten Deutschland und die Türkei gemeinsame Interessen, sagte ein Ministeriumssprecher. In den Gesprächen würden allerdings auch unterschiedliche Auffassungen sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Streit gibt es unter anderem über die Inhaftierung des "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel in der Türkei. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern hatten sich zuletzt verbessert, nachdem die Türkei mehrere Deutsche freigelassen hatte. Die Bundesregierung warf dem NATO-Partner vor, die Deutschen aus politischen Gründen inhaftiert zu haben.

Brexit: EU-Kommission sieht nur Verlierer

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sieht nach dem britischen Austritt aus der EU nur Verlierer. Vor dem Europaparlament in Straßburg sprach Juncker von einer Niederlage, die auch auf das Konto der Gemeinschaft ginge. Die Briten hätten sich nach Aussage ihrer Premierministerin Theresa May "nie wohl gefühlt in der EU". Unter lautem Beifall der Abgeordneten bekräftige Juncker das Angebot an Großbritannien, doch in der Europäischen Union zu bleiben. Ratspräsident Donald Tusk hatte Großbritannien am Vortag trotz der laufenden Brexit-Verhandlungen einen Verbleib in der EU angeboten. Die Briten hatten in einem Referendum 2016 mit knapper Mehrheit für den Brexit gestimmt. Inzwischen ist aber die Skepsis in Großbritannien gewachsen.

Großrazzia gegen polnisch-syrische Schleuserbande

Die Bundespolizei ist landesweit gegen eine polnisch-syrische Schleuserbande vorgegangen. Rund 170 Beamte waren an der Aktion beteiligt, die vom polnischen Grenzschutz unterstützt wurde. Schwerpunkt war Berlin. Dort wurden zwei Verdächtige festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Der Mitteldeutsche Rundfunk hatte zuvor von einer polnisch-syrischen Großfamilie berichtet, die Syrer gegen Zahlung von 8000 Euro nach Deutschland gebracht haben soll. Laut dem Bericht besorgten die Schleuser unter falschen Angaben Touristenvisa für die Einreise von Syrien nach Polen per Flugzeug. Im Anschluss seien die eingeschleusten Syrer nach Deutschland gebracht worden, wo sie meist Asylanträge gestellt hätten.

Strafprozess um Einsturz von Kölner Stadtarchiv

Knapp neun Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs hat der Strafprozess wegen fahrlässiger Tötung und Baugefährdung begonnen. Fünf Angeklagte müssen sich vor dem Landgericht Köln verantworten. Die vier Männer und eine Frau waren als Mitarbeiter von Baufirmen oder der Kölner Verkehrsbetriebe am Ausbau der U-Bahn beteiligt. Das Gericht hat 126 Verhandlungstage angesetzt. Sollten die Angeklagten verurteilt werden, drohen ihnen mehrjährige Freiheits- oder Geldstrafen. Fehler bei den Bauarbeiten sollen dazu geführt haben, dass das größte deutsche Kommunalarchiv im März 2009 einstürzte. Zwei Anwohner kamen ums Leben. Der Sachschaden beträgt mehr als eine Milliarde Euro.

Britische Regierung will Einsamkeit bekämpfen

Die britische Premierministerin Theresa May hat eine "Ministerin für Einsamkeit" ins Amt berufen. Dieses Thema sei für viele Menschen "die traurige Realität des modernen Lebens", erklärte May in London. Den Aufgabenbereich hat die Sportstaatssekretärin Tracey Crouch zusätzlich übernommen. Sie soll parteiübergreifend Projekte vorantreiben. Das Vorhaben geht auf die ermordete Labour-Parlamentarierin Jo Cox, zurück, die einsamen Menschen helfen wollte. Laut einer Umfrage des Britischen Roten Kreuzes, fühlen sich mehr als neun Millionen Menschen im Land einsam. Zudem lebe die Hälfte der über 75-Jährigen in Großbritannien - schätzungsweise zwei Millionen Menschen - alleine. Viele von ihnen verbrächten Tage oder sogar Wochen ohne soziale Kontakte.

Trotz Dieselkrise: VW-Konzern mit Rekordabsatz 2017

Der Volkswagen-Konzern hat im vergangenen Jahr mehr Autos ausgeliefert als je zuvor. 10,74 Millionen Fahrzeuge gingen an Kunden in aller Welt, wie das Unternehmen in Wolfsburg mitteilte. Das waren 4,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit dürfte der Volkswagen-Konzern die Nummer eins vor Toyota bleiben. Man danke für das Vertrauen der Kunden, das in den Zahlen zum Ausdruck komme, sagte Konzernchef Matthias Müller. Vor allem in Osteuropa, China und in den USA setzte VW mehr Autos ab als sonst. Den stärksten Zuwachs verzeichnete VW in Südamerika. In Deutschland, wo die Dieselkrise den Absatz belastet hatte, gab es einen leichten Rückgang.

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