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Nachrichten | 26.08.2016 | 06:00

Italien will Not der Erdbebenopfer schnell lindern

Nach dem verheerenden Erdbeben in Italien hat die Regierung den Notstand ausgerufen. Zudem kündigte Ministerpräsident Matteo Renzi die Bereitstellung erster Hilfsgelder in Höhe von 50 Millionen Euro sowie Steuererleichterungen für die Menschen in den verwüsteten Orten an. Deren Wiederaufbau soll sofort in Angriff genommen werden, wie Renzi versprach. Die Zahl der Todesopfer des Bebens vom frühen Mittwochmorgen wurde zuletzt mit mindestens 250 angegeben. Die meisten Toten gab es in den Orten Amatrice und Accumoli in der Region Latium und in der Gegend um Pescara del Tronto. Tausende Menschen sind dort obdachlos. Derweil werden in Italien die Rufe nach besseren Vorsorgemaßnahmen lauter. Das Land müsse erdbebensicher werden, forderte etwa der frühere italienische Regierungschef Romano Prodi.

Türkische Armee attackiert Kurden in Nordsyrien

Die türkische Armee hat wieder kurdische Stellungen im Norden Syriens attackiert. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, wurden Artilleriegranaten auf Kämpfer der von den USA unterstützten kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) abgefeuert. Unter Berufung auf Geheimdienstinformationen heißt es, die Kurdenmiliz habe sich nicht wie verlangt auf das Ostufer des Euphrats zurückgezogen, sondern habe versucht, Geländegewinne zu erzielen. Der Vormarsch des syrischen Ablegers der verbotenen Arbeiterpartei PKK ist der Türkei ein Dorn im Auge. Die Regierung in Ankara will verhindern, dass die Kurden in Syrien ihr Herrschaftsgebiet weiter vergrößern und damit Unabhängigkeitsbestrebungen der Kurden in der Türkei befeuern.

Viele Tote und Verletzte bei Explosion im Südosten der Türkei

Bei einer Explosion nahe des Polizei-Hauptquartiers in der Stadt Cizre im Südosten der Türkei sind nach Informationen aus Sicherheitskreisen zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Viele weitere seien verletzt worden, hieß es. Das Gebäude wurde erheblich beschädigt. Auf Fernsehbildern war eine hohe Rauchsäule über der Explosionsstelle zu sehen. Krankenwagen eilten zu der Polizeistation. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu legte die Tat kurdischen Rebellen zur Last. Cizre liegt in der Provinz Sirnak, die an Syrien und den Irak angrenzt.

Streikende töten angeblich Boliviens Vize-Innenminister

In Bolivien haben streikende Bergarbeiter laut Medienberichten den stellvertretenden Innenminister Rodolfo Illanes erschlagen. Die Arbeiter hätten den 56-Jährigen verschleppt und getötet, berichtet ein örtlicher Hörfunksender unter Berufung auf Augenzeugen. Offiziell bestätigt wurde dies bisher nicht. Die Bergarbeiter verlangen die Änderung des kürzlich verabschiedeten Bergbau-Gesetzes. Sie fordern unter anderem mehr Schürfrechte und das Recht, für Privatfirmen zu arbeiten. Die Proteste waren in dieser Woche in Gewalt umgeschlagen, nachdem die Arbeiter eine Autobahn blockiert hatten. Zwei Bergarbeiter starben, als die Polizei auf sie schoss. Der bolivianische Verband der Bergbaugenossenschaften Fencomin hat zu unbefristeten Protesten aufgerufen, nachdem Verhandlungen mit der Regierung gescheitert waren. Einst war Fencomin ein enger Verbündeter des linken Präsidenten Evo Morales.

Lebenslange Haft für 28 Ex-Militärs in Argentinien

In Argentinien sind ein Ex-General und 27 weitere frühere Militärs wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden. Ein Gericht in Córdoba sprach den degradierten General Luciano Benjamín Menéndez in 54 Mordfällen, 656 Fällen von Folter sowie 257 Entführungsfällen schuldig, die während der Militärdiktatur im Gefangenenlager "La Perla" begangen wurden. Zehn weitere Mitangeklagte erhielten Gefängnisstrafen zwischen zweieinhalb und 21 Jahren. Menéndez war von 1975 bis '79 allmächtiger Befehlshaber des 3. Armeekorps in Córdoba. In "La Perla" sollen bis zu 3000 illegal festgenommene Häftlinge gefoltert worden sein. Während der Militärdiktatur von 1976 bis '83 waren in Argentinien nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen bis zu 30.000 Oppositionelle ermordet worden.

Toter und vier Verletzte bei Explosion in Belgien

Bei einer starken Explosion in einem Sportzentrum in der belgischen Gemeinde Chimay sind in der Nacht zum Freitag ein Mensch getötet und vier verletzt worden. Zwei Menschen hätten schwere Verbrennungen erlitten, teilte der Rettungsdienst mit. Der Polizeichef der Stadt, Pierre Maton, sagte, wahrscheinlich habe austretendes Gas die Explosion verursacht. Eine Untersuchung sei eingeleitet worden. Das Gebäude wurde teilweise zerstört. Die Staatsanwaltschaft habe sandte einen Brandexperten zum Unglücksort. Chimay liegt in der belgischen Provinz Hennegau in der Nähe der Grenze zu Frankreich.

Deutsche Regierung möchte mehr Daten über Migranten

Die Bundesregierung will nach Presseinformationen künftig mehr Daten über in Deutschland lebende Menschen mit ausländischen Wurzeln sammeln. Bei regelmäßigen statistischen Befragungen sollen sie ab 2017 auch die "im Haushalt vorwiegend gesprochene Sprache angeben", berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen Gesetzentwurf der Bundesregierung. Dies sei "für die Einschätzung verschiedener Dimensionen der Integration von Bedeutung", begründet die Regierung die Aufnahme der neuen Frage. Zudem soll in Zukunft nicht mehr nur nach Staatsbürgerschaften, sondern auch nach dem "Staat der Geburt" des Befragten und seiner Eltern gefragt werden. Das werde in der Migrationsforschung "als relevanter für die Entwicklung einer Person eingestuft als die Staatsangehörigkeit", heißt es. Auch wie Befragte die deutsche Staatsbürgerschaft erworben haben, interessiere die Statistiker künftig. Davon erhoffe sich die Regierung, "Rückschlüsse auf die formale Integrationsbereitschaft von Migranten" ziehen zu können, so die "Bild".

Mächtige Spionage-Software für iPhones entdeckt

Der Elektronikkonzern Apple hat Sicherheitslücken in seinem iPhone-Betriebssystem iOS gestopft, die einer Spionage-Software weitreichenden Zugriff auf die Geräte ermöglichte. Nach bisherigen Erkenntnissen konnte das Schadprogramm Nachrichten und E-Mails mitlesen, Anrufe verfolgen, Passwörter abgreifen, Tonaufnahmen machen und den Aufenthaltsort des Nutzers aufzeichnen. Es soll auch gegen Menschenrechtler und Journalisten eingesetzt worden sein. Sicherheitsexperten zufolge steckt hinter der Spionage-Software ein Unternehmen aus Israel, das als eine Art Cyberwaffen-Händler gilt. Ein Sprecher der Firma "NSO Group" erklärte, man verkaufe nur an Regierungsbehörden und halte sich streng an Ausfuhrbestimmungen.

US-Schwimmer Lochte wegen Falschaussage in Brasilien angeklagt

Die brasilianische Justiz will den US-Schwimmstar Ryan Loche wegen der Lügengeschichte um einen Raubüberfall zur Rechenschaft ziehen. Der 32-jährige Olympiasieger sei wegen Falschaussage angeklagt worden, teilte die Polizei mit. Nun soll ein Rechtshilfeersuchen an die US-Justiz gehen. Dem Athleten drohen bis zu sechs Monate Haft. Lochte und seine drei Schwimmkollegen Gunnar Bentz, Jack Conger und James Feigen hatten bei den Olympischen Spielen behauptet, sie seien überfallen und ausgeraubt worden. Ermittlungen ergaben jedoch, dass die betrunkenen Sportler bei einer Toilettenpause an einer Tankstelle mit Sicherheitsleuten in Streit geraten waren, nachdem sie dort mutwillig die Toilette beschädigt hatten. Lochte entschuldigte sich später für sein Verhalten. Mehrere Sponsoren kündigten ihre Verträge mit ihm. Nach US-Medienberichten dürfte der Verlust für ihn bei mehr als einer Million Dollar liegen.

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