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Nachrichten | 21.02.2018 | 08:00

USA: Nordkorea hat Treffen mit Pence abgeblasen

Ein Treffen von US-Vizepräsident Mike Pence mit Abgesandten Nordkoreas ist nach Angaben des US-Außenministeriums in letzter Minute von Pjöngjang abgesagt worden. Bei dem Besuch der Olympischen Spiele in Südkorea hätte sich für Pence die Möglichkeit für eine kurze Begegnung mit der nordkoreanischen Delegation ergeben, teilte eine Sprecherin mit. Pence sei dazu bereit gewesen. Doch "in letzter Minute" hätten Vertreter Nordkoreas beschlossen, das Treffen in Pyeongchang nicht stattfinden zu lassen. Die Entscheidung sei gefallen, nachdem Pence Menschenrechtsverletzungen des Regimes in Pjöngjang verurteilt und Pläne für neue Wirtschaftssanktionen bekanntgegeben habe. - Wegen mehrerer Atom- und Raketentests, die gegen UN-Resolutionen verstießen, hatten sich die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA im vergangenen Jahr deutlich erhöht.

Trump will Dauerfeuer-Vorrichtungen verbieten lassen

Nach dem Schulmassaker von Florida hat US-Präsident Donald Trump eine begrenzte Verschärfung des Waffenrechts auf den Weg gebracht. Er habe das Justizministerium beauftragt, ein Verkaufsverbot für sogenannte "Bump Stocks" auszuarbeiten, sagte Trump in Washington. Durch diese Vorrichtungen können Waffen so schnell schießen wie Maschinengewehre. Die Plastikaufsätze sind in den USA vergleichsweise günstig und leicht erhältlich. - Ein ehemaliger Schüler einer High School in Parkland hatte vor einer Woche mit einer Schnellfeuerwaffe 17 Menschen getötet. Überlebende des Massakers und zahlreiche Demonstranten forderten vehement, das Waffenrecht zu verschärfen. Die jetzt angekündigte Änderung geht jedoch nicht über Positionen hinaus, die auch der US-Waffenlobbyverband NRA seit längerem vertritt.

Hunderte Tote bei Angriffswellen in Syrien

Im Südwesten Syriens wurden nach jüngsten Zahlen innerhalb von 48 Stunden mehr als 230 Menschen getötet und mehr als 1000 verletzt, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Ihre Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Die Vereinten Nationen erklärten, bei den Angriffswellen in der Rebellenhochburg Ost-Ghuta bei Damaskus seien auch sechs Krankenhäuser bombardiert worden. Mehrere der Kliniken mussten demnach ihren Betrieb einstellen. UN-Hilfskoordinator Panos Moumtzis zeigte sich "entsetzt und erschüttert". In Ost-Ghuta sind rund 400.000 Menschen fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Die syrische Regierung will die Kontrolle über das Gebiet zurückerlangen, von wo aus immer wieder Raketen auf die Hauptstadt abgefeuert werden.

Abschiebeflug nach Afghanistan gestartet

Vom Münchner Flughafen aus sind 14 Afghanen abgeschoben worden. Die Männer wurden mit einem von der Bundesregierung gecharterten Jet in ihr Heimatland zurückgeflogen, wie das bayerische Innenministerium mitteilte. Unter ihnen seien sechs Straftäter, drei Identitätsverweigerer und ein Gefährder gewesen. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks sollten ursprünglich 58 Asylbewerber zurückgebracht werden. Nur ein Viertel davon sei aber schließlich an Bord gewesen. Gegen die Rückführung hatten etwa 200 Menschen in der Münchner Innenstadt protestiert. Abschiebungen nach Afghanistan sind wegen der schlechten Sicherheits- und Menschenrechtslage in dem Land umstritten. Laut einem UN-Bericht wurden dort im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Zivilisten getötet.

Weiteres Nazi-Liederbuch in österreichischer Burschenschaft

In Österreich ist nach Darstellung des Magazins "Falter" ein weiteres antisemitisches Liederbuch in einer Burschenschaft aufgetaucht. Vorsitzender der schlagenden Verbindung Bruna Sudetia in Wien ist der FPÖ-Funktionär Herwig Götschober, ein Pressereferent des FPÖ-Verkehrsministers Norbert Hofer. In mehreren Liedtexten des Buches gebe es judenfeindliche Zeilen, berichtet der "Falter". Das Verkehrsministerium erklärte, Götschober kenne den Band nicht. Sein Exemplar weise weder im Inhalt noch in der Grafik Ähnlichkeiten zu dem vom Magazin angeführten Buch auf. - Im Januar war bekannt geworden, dass in der Burschenschaft des FPÖ-Spitzenpolitikers Udo Landbauer ein antisemitischer Liedtext kursierte. Auch Landbauer hatte erklärt, von dem menschenverachtenden Liedgut nichts zu wissen. Er nahm daraufhin allerdings sein Landtagsmandat nicht an.

Lettischer Notenbankchef vom Amt suspendiert

Der unter Korruptionsverdacht stehende lettische Notenbankchef Ilmars Rimsevics muss sein Amt ruhen lassen. Er sei für die Dauer der laufenden Ermittlungen vom Dienst suspendiert worden, teilte das Büro von Ministerpräsident Maris Kucinskis mit. Rimsevics war am Wochenende vorübergehend festgenommen worden. Er soll nach Angaben der Anti-Korruptionsbehörde KNAB mindestens 100.000 Euro Bestechungsgeld verlangt und angenommen haben. Der 52-Jährige sieht sich dagegen als Opfer einer Schmutzkampagne und verwahrte sich gegen die Vorwürfe. Dem Verteidigungsministerium in Riga zufolge könnten die Anschuldigungen auch auf gezielte Desinformation aus dem Ausland zurückgehen. Es sei "sehr wahrscheinlich", dass es sich "um eine weitreichende Informationskampagne von außerhalb" handele, heißt es in einer Erklärung.

Studie: Minderheit steuert Hass-Kampagnen im Netz

Für viele Hass-Kommentare im Internet ist Experten zufolge eine verschwindend kleine Minderheit der Nutzer verantwortlich. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von hunderten Diskussionen in sozialen Netzwerken, die dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) in Hamburg vorliegt. Bei Hass-Kommentaren auf Facebook geht demnach die Hälfte der Likes - also Klicks, die Zustimmung signalisieren - auf nur fünf Prozent der Accounts zurück. In dieser lautstarken Minderheit gebe es außerdem einen extrem aktiven Kern. Diese Nutzer gingen oft sogar zeitlich koordiniert vor, um Facebook-Algorithmen gezielt zu manipulieren. Für die Studie in Kooperation mit dem Institute for Strategic Dialogue in London (ISD) wurden 3000 Veröffentlichungen und 18.000 Kommentare auf Facebook zu Beiträgen mehrerer etablierter Medien im Januar ausgewertet.

Fußball: FC Bayern setzt Ausrufezeichen gegen Besiktas

Der FC Bayern München hat sich eine perfekte Grundlage für den erhofften Einzug ins Viertelfinale der Champions League geschaffen. Der deutsche Fußball-Rekordmeister setzte sich zu Hause gegen den türkischen Club Besiktas Istanbul mit 5:0 durch. Thomas Müller brachte die Bayern in Führung und traf erneut in der zweiten Halbzeit. Die weiteren Tore erzielten Kingsley Coman und zweimal Robert Lewandowski. Bereits in der 18. Minute sah Besiktas-Verteidiger Domagoj Vida nach einer Notbremse an Lewandowski die Rote Karte. Das Rückspiel findet am 14. März in Istanbul statt.

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