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Die Hörfunk-Nachrichten der DW | 24.05.2017 | 17:00

Polizei: Manchester-Attentäter war Teil eines Netzwerks

Der Attentäter von Manchester war kein Einzeltäter. Die britische Polizei geht inzwischen eindeutig von einer Unterstützergruppe rund um den Attentäter aus. Es sei ganz klar, dass es sich um ein Netzwerk handele, sagte der Polizeichef der Stadt, Ian Hopkins. Zuvor hatten bereits die britische Premierministerin Theresa May und Innenministerin Amber Rudd Andeutungen in diese Richtung gemacht - allerdings nicht in dieser Deutlichkeit. May hatte am Dienstagabend mit Blick auf die bisherigen Ermittlungen betont, dass eine größere Gruppe von Personen hinter der Tat in Manchester mit 22 Todesopfern stecken könnte. Diese Möglichkeit könne nicht ignoriert werden. Salman A. hatte 22 Menschen am Montagabend mit einem selbstgebauten Sprengsatz in den Tod gerissen. Dutzende wurden verletzt, unter den Toten sind viele Kinder und Jugendliche.

Trump beendet Italienreise

US-Präsident Donald Trump hat sich nach Abschluss seines Italienbesuchs positiv über sein Zusammentreffen mit Papst Franziskus geäußert. Er verlasse den Vatikan entschlossener denn je, Frieden in der Welt zu schaffen, ließ er über den Kurznachrichtendienst Twitter wissen. Bei der Privataudienz hatte das katholische Kirchenoberhaupt die Hoffnung geäußert, dass Trump ein "Werkzeug des Friedens" sein werde. Am späten Nachmittag wird Trump in der belgischen Hauptstadt Brüssel erwartet und dort von König Philippe empfangen. Am Donnerstag nimmt er an einem Spitzentreffen der Nato teil.

NATO will Türkei-Einsatz ausweiten

Die NATO will ungeachtet der Spannungen zwischen den Bündnispartnern Deutschland und Türkei den gemeinsamen Awacs-Einsatz gegen die Terrormiliz IS ausweiten. Generalsekretär Jens Stoltenberg machte in Brüssel klar, dass die über den türkischen NATO-Stützpunkt in Konya laufende Operation mit Radarflugzeugen künftig zusätzliche Aufgaben übernehme werde. Die Entscheidung solle an diesem Donnerstag bei einem NATO -Spitzentreffen in Brüssel bekanntgegeben werden. Zum Streit über das Besuchsverbot für deutsche Abgeordnete auf türkischen Nato-Stützpunkten ging Stoltenberg im Zusammenhang mit seinen Ankündigungen nicht ein.

Neues Flüchtlingsdrama vor der Küste Libyens

Vor der Küste Libyens hat sich erneut ein Flüchtlingsdrama ereignet. Mindestens 20 Menschen ertranken, nachdem sie aus einem überladenen Flüchtlingsboot ins Meer gestürzt waren, wie die italienische Küstenwache und ein Mitarbeiter einer Hilfsorganisation mitteilten. Ein Sprecher der Küstenwache nannte die Situation "kritisch", es seien wohl etwa 200 Menschen ins Meer gefallen. Am Dienstag hatten das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und die Internationale Organisation für Migration (IOM) über ein weiteres Bootsunglück vor der libyschen Küste berichtet, bei dem am vergangenen Freitag vermutlich dutzende Menschen ums Leben kamen. Allein in diesem Jahr starben nach Angaben der IOM bereits mehr als 1250 Flüchtlinge bei dem Versuch, in meist untauglichen Booten von Afrika über das Mittelmeer nach Italien zu gelangen.

Tote und Verletzte bei Anschlag in Somalia

Bei einem Selbstmordanschlag im Nordosten Somalias sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Mehr als neun Menschen seien bei dem Anschlag auf einen Checkpoint in der Stadt Bosaso im Puntland verletzt worden, sagte ein Polizist. Die Terrormiliz IS bekannte sich zu dem Anschlag. Eindeutige Beweise dafür fehlen aber bislang. In dem ostafrikanischen Somalia ist vor allem die Terrormiliz Al-Shabaab verbreitet. Sie will einen sogenannten Gottesstaat am Horn von Afrika errichten. Allerdings hat sich eine Gruppe von Al-Shabaab losgesagt und dem IS angeschlossen. Der somalische Ableger des IS ist vor allem in der Region Puntland im Nordosten Somalis aktiv.

Präsident Duterte droht islamistischen Rebellen

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte will nach der Verhängung des Kriegsrechts im Süden des Landes mit äußerster Härte gegen islamistische Rebellen vorgehen. Wegen des Vorrückens von etwa 100 Bewaffneten in die Großstadt Marawi hatte Duterte einen Russland-Besuch vorzeitig abgebrochen. Mindestens drei Menschen wurden bei dem Angriff getötet. Nach Angaben der katholischen Kirche brachten die Rebellen auch einen Priester und mehrere Zivilisten in ihrer Gewalt. Duterte erklärte, dass das seit Dienstag geltende und zunächst auf 60 Tage verhängte Kriegsrecht länger andauern könnte. Vor seinem Rückflug nach Manila soll der Präsident russischen Medienberichten zufolge Russland um moderne Ausrüstung und Waffen für den Kampf gegen die Islamisten gebeten haben.

Neue Runde von Friedensgesprächen in Myanmar

In Myanmar hat eine neue Runde von Friedensgesprächen begonnen. Sie stehen unter Leitung der faktischen Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Damit sollen die seit Jahrzehnten andauernden Aufstände ethnischer Minderheiten in dem Vielvölkerstaat beendet werden. In der Hauptstadt Naypyidaw kamen mehrere hundert Vertreter von Rebellengruppen für Beratungen über einen Waffenstillstand zusammen. Die anhaltende Gewalt belastet die Regierung der Friedensnobelpreisträgerin und hemmt die Entwicklung des verarmten Landes.