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Die Hörfunk-Nachrichten der DW | 27.08.2015 | 13:00

Tote Flüchtlinge in Schlepperfahrzeug in Österreich gefunden

In Österreich sind in einem Schlepperfahrzeug mindestens 20 tote Flüchtlinge entdeckt worden. Nach Angaben der Polizei wurden die Leichen in einem Lkw gefunden, der auf dem Randstreifen einer Autobahn abgestellt war. Laut einem Bericht der "Kronenzeitung" gibt es Anzeichen dafür, dass die Menschen erstickt sind. Der Fundort befindet sich in der Nähe der ungarischen Grenze. Täglich strömen Tausende Flüchtlinge über Griechenland, Mazedonien, Serbien und Ungarn weiter nach Westeuropa. Die meisten davon stammen aus Syrien.

Westbalkan-Konferenz in Wien berät über Flüchtlingskrise

Überschattet vom Tod zahlreicher Flüchtlinge auf der Autobahn in Österreichisch findet in Wien die so genannte Westbalkan-Konferenz statt. Dort sollen Maßnahmen erarbeitet werden, mit denen die Europäische Union auf die derzeitige Flüchtlingskrise reagieren will. Einigkeit herrscht darüber, dass Maßnahmen wie der Bau des Grenzzauns in Ungarn nicht helfen. Grenzzäune lösten das Thema Migration nicht, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Er forderte abermals eine faire Verteilung der Ankömmlinge innerhalb der Europäischen Union. Der Westbalkan ist zu einem der Hauptfluchtwege von Menschen aus Ländern im Nahen Osten, Afrika und Südasien geworden. Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz forderte, verstärkt gegen Schlepperbanden vorzugehen. Außerdem schlug er vor, bereits im Heimatland der Flüchtlinge eine Asylprüfung vorzunehmen.

Kiew meldet Einigung über Schuldenschnitt

Die Ukraine hat sich mit wichtigen internationalen Gläubigern auf einen Schuldenerlass geeinigt. Nach Angaben der Regierung in Kiew sind diese privaten Kreditgeber mit einem Forderungsverzicht von 20 Prozent einverstanden. Das entspricht 3,6 Milliarden Dollar. Die damit verbundene Umstrukturierung der gesamten Staatsverschuldung in Höhe von 18 Milliarden Dollar solle bis Ende Oktober abgeschlossen sein, kündigte Finanzministerin Natalia Jaresko an. Damit sei der Weg frei für ein 40 Milliarden Dollar schweres Rettungspaket des Internationalen Währungsfonds (IWF). Dieser hatte eine Umschuldung als Voraussetzung dafür gefordert. Wegen Misswirtschaft und wegen des Konflikts mit prorussischen Separatisten im Osten des Landes bewegt sich die Ukraine am Rande einer Staatspleite.

Kurse in China deutlich erholt

Nach der fünftägigen Talfahrt der chinesischen Börsen haben sich die Kurse am Donnerstag wieder kräftig erholt. Der wichtige Shanghai Composite Index stieg um 5,34 Prozent auf 3083,59 Punkte, nachdem die Kurse seit vergangenen Donnerstag rund 20 Prozent verloren hatten. Um die Liquidität zu verbessern, pumpte die Zentralbank am Donnerstag 150 Milliarden Yuan (rund 20 Milliarden Euro) in den Markt. Am Dienstag hatte die Zentralbank schon den Leitzins sowie die Mindestanforderungen für die Kapitalreserven der Banken gesenkt, um die Märkte zu stabilisieren und auch die Konjunktur anzukurbeln.

Hochrangige Armeeoffiziere bei Anschlag im Irak getötet

Bei einem Bombenanschlag im Westen des Irak sind zwei hochrangige Militäroffiziere getötet worden. Nach Armeeangaben hatte sich in Ramadi, der Hauptstadt der westirakischen Provinz Anbar, ein Selbstmorattentäter in einem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug in die Luft gesprengt. Dabei wurden drei weitere Menschen getötet. In der Provinz kämpfen Regierungssoldaten gegen die Extremisten-Miliz "Islamischer Staat" (IS), um deren Vormarsch auf die Landeshauptstadt Bagdad zu verhindern. Weite Teile des Gebiets sind bereits unter der Kontrolle der sunnitischen IS-Terroristen. Dagegen konnten die Regierungssoldaten bislang keine großen Erfolge verbuchen.

Tote bei Shebab-Angriff auf Militärkonvoi in Somalia

In Somalia sind bei einem Angriff der islamistischen Shabaab-Miliz auf einen Militärkonvoi mehr als 40 Menschen getötet worden. Die Extremisten hatten den Konvoi in der Nähe des Dorfes Tulo-Barwao im Südwesten des Landes attackiert. Dabei sei es zu einem heftigen Kampf gekommen, sagte ein örtlicher Regierungsvertreter. 32 Shabaab-Mitglieder und elf Soldaten seien getötet worden. 16 Menschen wurden laut den Angaben verletzt. Die Shabaab-Miliz, die einst Teile der Hauptstadt Mogadischu und weite Gebiete im Zentrum und Süden von Somalia kontrollierte, wurde in den vergangenen Jahren deutlich zurückgedrängt. Durch US-Drohnenangriffe wurden mehrere ihrer Kommandeure getötet. Die Gruppe verübt jedoch weiter regelmäßig Anschläge in Somalia und im benachbarten Kenia.

Waldbrände hüllen Indonesien und Malaysia in dichten Rauch

Schwere Waldbrände haben weite Teile Indonesiens und Malaysias in dichten Rauch gehüllt. Satellitenbilder der Inseln Sumatra und Borneo zeigen Hunderte Buschfeuer. Die örtliche Katastrophenschutzbehörde warnte vor Gesundheitsgefahren. In der Provinz Kalimantan auf Borneo war am Mittwoch der Notstand ausgerufen worden. Anhaltende Dürre droht die Brände weiter anzufachen. Tausende Soldaten, Polizisten und Feuerwehrmänner sind an Löscharbeiten beteiligt. Der Smog zog derweil in den Nachbarstaat Malaysia und bedeckte dort die Hauptstadt Kuala Lumpur, wie die Wetter- und Umweltbehörden mitteilten.

US-Bürgerrechtlerin Boynton Robinson gestorben

Die US-Bürgerrechtlerin und Weggefährtin von Martin Luther King, Amelia Boynton Robinson, ist tot. Sie starb im Alter von 104 Jahren in Montgomery im Bundesstaat Alabama an den Folgen eines Schlaganfalls. Boynton Robinson war die erste schwarze Amerikanerin, die sich um ein Mandat für den US-Kongress bewarb. Sie scheiterte aber 1964 in den Vorwahlen der Demokraten. Schwer verletzt wurde sie, als Polizisten 1965 im Ort Selma gegen schwarze Demonstranten vorgingen, die eine Reform des Wahlrechts forderten und über die Edmund-Pettus-Brücke marschieren wollten. Bei Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Ereignisse im März hatte Präsident Barack Obama die "Matriarchin der Wahlrechtsbewegung" in einem Rollstuhl über die Edmund Pettus-Brücke geschoben.