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Sport

Thekentruppe und Weihnachtsspiele

Beckhams Mannschaft wird verhöhnt, die DFL will einen neuen Wettbewerb in Deutschland und in Dresden muss ein Spiel abgesagt werden - aus Angst vor englischen Hooligans.

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Beckham und ein Mitspieler von Galaxy

Fußball-Regionalligist Dynamo Dresden hat am Donnerstag (19.7.) das für Samstag geplante Testspiel gegen den englischen Traditionsverein Leeds United aus Sicherheitsgründen abgesagt. Der Verein folgte nach mehreren Beratungen zur aktuellen Situation den Empfehlungen der Dresdner Polizei und des Sicherheitsdienstes. Die Polizeidirektion Dresden hatte Hinweise erhalten, dass mehrere hundert gewaltbereite englische Fans nach Dresden anreisen wollten, um das vermeintlich letzte Spiel ihrer Mannschaft auf Grund der drohenden Insolvenz des Vereins zu besuchen.

"Thekentruppe"

Nach einer blamablen Leistung im Testspiel gegen den mexikanischen Verein UANL Tigres verhöhnt die englische Presse Los Angeles Galaxy, die neue Mannschaft von Fußball-Superstar David Beckham, als "Thekentruppe". "Mein Gott, Becks' neues Team ist eine Sonntagmorgen-Thekentruppe. Diese Mannschaft auf ein besseres Level zu heben, würde einem Wunder gleichen", schrieb das Boulevardblatt The Sun.

"Nicht einmal ein Dollar-Wolkenkratzer kann Beckham davor schützen, zu realisieren, dass er 20 Stockwerke gefallen und im Postraum aufgewacht ist", meinte die Daily Mail nach dem peinlichen 0:3. Der Daily Star fügte hinzu: "Seine größte Herausforderung ist, dieses Team zu irgendetwas zu formen, dass dann annähernd wie eine Fußball-Mannschaft aussieht."

Selbst die seriöse Times ging auf die Galaxy los: "Beckham saß auf der Tribüne und hat höfliche Fragen über die neuen Kollegen gestellt. Eine einzige hätte ausgereicht: Wie um alles in der Welt soll ich hier für eine Verbesserung sorgen?". Beckham soll erstmals am Samstag im Freundschaftsspiel gegen den englischen Pokalsieger FC Chelsea für seinen neuen Klub auflaufen, sofern seine Knöchelverletzung bis dahin abgeklungen ist.

Liga-Pokal als eigener Wettbewerb?

Ein Endspiel an Weihnachten, eine Ausweitung auf bis zu 36 Vereine und ein UEFA-Cup-Platz für den Sieger: Zehn Jahre nach seiner Einführung soll der Ligapokal der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vom ungeliebten Stiefkind zu einer ernsthaften Konkurrenz für den DFB-Pokal erwachsen. Der Wettbewerb wird höchstwahrscheinlich ab Samstag zum letzten Mal als lukratives, aber irgendwie auch lästiges Vorbereitungsturnier gespielt.

Fußball Bayer-Manager Uli Hoeneß

Uli Hoeneß

Damit würde der Ligapokal deutlich aufgewertet, während der DFB-Pokal, bislang als alleiniger ernstzunehmender Pokalwettbewerb in Deutschland unumstritten, eine Wertminderung erführe. Allerdings funktioniert es in England auch - dort ist der traditionelle FA-Cup trotz Ligapokal (seit 1982) sportlich konkurrenzlos. Die Entscheidung über die Reform will die DFL in den kommenden Monaten fällen.

Zuletzt bezeichnete Wolfgang Holzhäuser, kommissarischer Ligaverbands-Präsident, sogar ein Endspiel-Event am 26. Dezember als "durchaus vorstellbar". Dies wäre eine weitere Anlehnung an England, wo am traditionellen "Boxing Day" stets ein Premiere-League-Spieltag stattfindet.

Bei den Vereinen findet der Vorstoß bisher wenig Gegenliebe: "Ein Ligapokal am Anfang der Saison ist eine gute Idee, ein vierter Wettbewerb während der Saison aber ein kompletter Schmarrn", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß.

Feiertag in Andorra

Historischer Sieg für den FC Santa Coloma: Die Amateur-Fußballer aus Andorra bezwangen Maccabi Tel Aviv aus Israel in der ersten Runde der UEFA-Cup-Qualifikation mit 1:0 und feierten als erster Klub ihres Landes einen Sieg in einem großen europäischen Wettbewerb. Das Tor erzielte Juli Fernandez in der 56. Minute (sams/wga)