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Kultur

Theater des Jahres

Ein Spitzenensemble, beeindruckende Bühnenbilder und ausverkaufte Vorstellungen - Die Münchner Kammerspiele sind die beste Bühne Deutschlands. Darin war sich die Jury des Magazins "Theater heute" schnell einig.

Szenenfoto aus einer Inszenierung der 'Nibelungen' an den Münchner Kammerspielen (Foto: Pohlmann)

Münchner Kammerspiele

Klein sind sie nicht, die Münchner Kammerspiele. Auch wenn der Name es nahelegt. Über 700 Plätze bietet das Theater seinem Publikum. Und das erscheint zahlreich zu den Vorstellungen. Seit Gründung der Kammerspiele standen viele bedeutende Schauspieler auf der Bühne. Berthold Brecht, Fritz Kortner, Peter Stein oder George Tabori gehörten zu den Regisseuren, die hier inszenierten. Und Preise hat das Haus in letzter Zeit schon mehrfach eingeheimst. Kein Wunder also, dass die Münchner Kammerspiele unter ihrem derzeitigen Intendant Frank Baumbauer von einer Jury aus 41 Kritikern der Zeitschrift 'Theater heute' zum "Theater des Jahres 2009" gekührt wurden.

Preisgekrönte letzte Spielzeit

Frank Baumbauer (Foto: dpa)

Erfolgreicher Intendant: Frank Baumbauer

Für Baumbauer ist es keineswegs die erste Auszeichnung dieser Art: Unter seiner Leitung wurden früher bereits dem Theater Basel und dem Hamburger Schauspielhaus das Prädikat "Theater des Jahres" verliehen. "Ich verdanke die Erfolge meinen Mitarbeitern - und ich habe ihnen dann auch den Erfolg gelassen. Wenn das gelingt, wird es ganz leicht, in eine Gemeinsamkeit zu kommen", sagt der Regisseur. "Ich muss das Theater in die Hand nehmen, muss es spüren, drehen, kneten, fühlen." Mit dem diesjährigen Preis beendet der 63-jährige Frank Baumbauer seine Intendanz an den Münchner Kammerspielen. Sein Nachfolger ist der Niederländer Johan Simons, der die Leitung der Bühne ab 2010 übernimmt.

Birgit Minichmayr, als 'Schauspielerin des Jahres' ausgezeichnet, mit Nicholas Ofczarek im Stück 'Weibsteufel' (Foto: Soulek)

Schauspielerin des Jahres: Birgit Minichmayr als "Weibsteufel" (mit Nicholas Ofczarek)

Überzeugende Schauspieler

Als "Schauspielerin des Jahres" wählte die Jury die 32-jährige Österreicherin Birgit Minichmayr, die bereits bei den Berliner Filmfestspielen in diesem Jahr für ihre Darstellung in Maren Ades Film "Alle Anderen" den Silbernen Bären erhalten hat. Sie wurde als "Weibsteufel" in Martin Kusejs Wiener Inszenierung des gleichnamigen Stückes von Karl Schönherr geehrt. Ihr Kollege Alexander Scheer, der im Film "Sonnenallee" mitwirkte, überzeugte nun als "Kean" in Frank Castorfs gleichnamiger Volksbühnen-Boulevardeske nach Alexandre Dumas. Anton Tschechows am Deutschen Theater Berlin gezeigtes Drama "Die Möwe" in der Regie des verstorbenen Jürgen Gosch wurde zur "Inszenierung des Jahres" gewählt. In diesem Stück ist gleichzeitig auch die "Nachwuchsschauspielerin des Jahres" zu sehen: Kathleen Morgeneyer. (kg/sd/dpa)

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