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Aktuell Kultur

Theater-Architekt Werner Ruhnau ist tot

Theater-Architektur verstand er als Gesamtkunstwerk. Berühmt wurde Werner Ruhnau durch den Bau des Musiktheaters im Revier in Gelsenkirchen. Am Freitagabend ist der Architekt im Alter von 92 Jahren gestorben.

Werner Ruhnau gilt als Erneuerer des Theaterbaus der Nachkriegszeit. 1954 gewann er den Wettbewerb für den Bau des

Stadttheaters

in der Ruhrgebietsstadt Gelsenkichen. Er engagierte sich für einen Zusammenschluss der Künste und bezog in der Tradition der mittelalterlichen Bauhütten auch Bildende Künstler in sein Schaffen ein: Yves Klein, der französische Avantgarde-Künstler, schuf für das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen ein monochromblaues Fries aus Wandtafeln und Schwammreliefs. Auch Mobilés von Jean Tinguely bezog er in seine Achitektur mit ein.

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Gelsenkirchens Generalintendant Michael Schulz erklärte, Ruhnau sei "für die Entwicklung der Theaterarchitektur nach 1945 ein Visionär" gewesen. "Sein Konzept des demokatischen Theaterraums, der Spiel und Raum, Stadt und Kunst miteinander verbindet, war stilprägend."

Weitere Bauten des gebürtigen Königsbergers waren u.a. die Olympische Spielstraße in München (1972), die Umbauten des Schauspielhauses in Frankfurt am Main (1978), die Werkbundsiedlung Oberhausen-Altstaden sowie der Umbau des Grillo-Theaters in Essen.

so/as (dpa,epd)

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