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Politik

Thaksin weist Korruptionsvorwürfe zurück

Er habe sich nichts vorzuwerfen - meint Thailands gestürzter Regierungschef Thaksin. Diese Meinung vertritt er auch vor Gericht.

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Thaksin Shinawatra bei seiner Ankunft in Bangkok im Februar

An diesem Mittwoch (12.3.2008) musste der ehemalige thailändische Regierungschef Thaksin Shinawatra vor dem Obersten Gericht in Bangkok auf der Anklagebank Platz nehmen. Zu Unrecht, wie er selbst fand. Und so wies er sämtliche Korruptionsvorwürfe zurück und plädierte bei der Verlesung der Anklage auf nicht schuldig.

Der ehemalige Regierungschef steht unter dem Verdacht, sein Amt missbraucht zu haben: Er soll im Jahr 2003 seinen politischen Einfluss genutzt haben, um einen überaus günstigen Grundstückskauf seiner Frau zu ermöglichen. Das dubiose Geschäft flog auf – und Thaksin wurde gezwungen, seinen Stuhl zu räumen.

Übergangsheimat Großbritannien

Nach der Entmachtung durch das Militär war Thaksin 2006 gemeinsam mit seiner Frau ins Exil nach London gegangen. Von dort war das Paar erst im Februar wieder nach Thailand zurückgekehrt.

Direkt nach der Ankunft auf dem Flughafen in Bangkok wurde der ehemalige Premier festgenommen, wenig später aber gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt.

Sympathie-Träger beim Volk

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Thaksin-Anhänger vor dem Gericht

Vor dem Gericht hatten sich zur Anklage-Verlesung mehrere hundert Thaksin-Unterstützer versammelt. Der Ex-Regierungschef ist vor allem bei den ärmeren Bevölkerungsschichten Thailands nach wie vor beliebt. Bei den Wahlen im Dezember 2007 siegte eine Partei, die von seinen Anhängern gegründet worden war.

Nach der 20-minütigen Anklage-Verlesung vertagten die Richter in Bangkok den Prozess auf Ende April. Bei einer Verurteilung drohen Thaksin und seiner Frau bis zu zehn Jahre Haft. (bro)

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