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Aktuell Asien

Thailändischer König bestätigt Chef des Militärrats

General Prayuth Chan-Ocha ist als Chef des regierenden Militärrats in Thailand bestätigt worden. Nun hat er den Segen des Königs. In einer anschließenden Rede drohte er seinen Landsleuten mit dem Einsatz von Gewalt.

Der König des Landes, Bhumibol Adulyadej, ernannte gemäß entsprechender Order den General "zum Vorsitzenden des Nationalen Rates für Frieden und Ordnung." Damit ist Prayuth Chan-Ocha (Artikelbild) offizieller Regierungschef. König Bhumibol billigt damit auch die neue Militärregierung, die Mitte vergangener Woche die Macht mittels Putsch im südostasiatischen Land übernommen hat.

Bei der Ernennungszeremonie im Palast war der 86-jährige König allerdings nicht anwesend. Der Gesundheitszustand dürfte ein Grund sein - der Monarch lebt nach mehreren Jahren im Krankenhaus seit vergangenen Sommer in einem Badeort, drei Stunden südwestlich von Bangkok.

Erste Ansprache

Nach der feierlichen Ernennung trat General Prayuth mit einer Ansprache vor die Nation. In seiner ersten Rede seit der Machtübernahme drohte der Armee-und Juntachef mit Gewalt, sollten die politischen Proteste auf den Straßen wieder aufflammen. Neuwahlen sollen so schnell wie möglich abgehalten werden, allerdings legte Prayuth keinen Zeitplan für eine Rückkehr zur Demokratie vor. Prayuth hatte zuvor politische, wirtschaftliche und soziale Reformen gefordert.

Prayuth hatte am Donnerstag geputscht. Wochenlang hatte es eine immer wieder Auseinadersetzung zwischen Opposition und Regierung gegeben, beide Seiten mobilisierten regelmäßig ihre Anhänger auf den Straßen Bangkoks. Der Konflikt dauert mittlerweile fast zwei Jahre.

Das Verfassungsgericht hatte die Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra des Amtes enthoben. Der Armeechef Prayuth hatte die darauffolgende Unruhen als Grund für die Machtübernahme genannt.

zam/kle (afp, dpa, rtr)