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Politik

Teure Metro

Neun Millionen Menschen drängeln täglich durch die Moskauer Metro. Ohne sie bricht der Verkehr in der Stadt zusammen. Sie ist der Lebensnerv der Metropole.

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Kleine Zettel hängen an den Fahrkartenschaltern der Moskauer Metro: "Fahrpreiserhöhung". Heute kostet eine einfache Fahrt das Doppelte im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Die Preise steigen in immer kürzeren Abständen. Für den Westler ist die neuerliche Erhöhung um zwei auf sieben Rubel - das sind circa 25 Cent - nichts. Das niedrige Einkommen vieler Russen reicht aber oft kaum zum Leben. So können zwei Rubel mehr für die Metro schon weh tun.

Fluchen und zahlen

Wofür das Geld verwendet wird, ist unklar. Die Moskauer sind sauer. Noch immer jagen die uralten Züge durch die Tunnel. An Baustellen hängen große Schilder: "Hier entsteht eine neue U-Bahn-Station". Doch nur selten ist Baulärm zu hören. Schulterzucken bei den Fahrgästen. Viele denken, dass sich nur wieder die Beamten die Taschen voll machen.

Doch der Ärger über den Staat hält in Russland meist nicht lange. Alle werden also brav bezahlen. Denn es gibt keine Alternative zur Metro. So werden die Moskauer auch die nächste Preiserhöhung mit einem lauten Fluch quittieren und sie letztendlich schlucken müssen.