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Lebensmittel treiben Inflation in China

14. Oktober 2013

Dürren und Hochwasser sorgen in China für Ernteausfälle. Lebensmittel werden teurer und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Doch Ökonomen bleiben gelassen.

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Lebensmittelhandel in Lijiang, China (Foto: afp)
Bild: Frederic J. Brown/AFP/Getty Images

Teure Lebensmittel haben die Inflationsrate in China auf ein Sieben-Monatshoch getrieben. Die Verbraucherpreise stiegen im September um 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte das Statistikamt am Montag in Peking mit. Im August hatte die Steigerung bei lediglich 2,6 Prozent gelegen. Preistreiber Nummer eins waren Lebensmittel, die nach Ernteausfällen wegen Dürren und Hochwasser mit 6,1 Prozent fast doppelt so stark stiegen wie die Inflationsrate.

Ökonomen rechnen mit einem weiteren Preisanstieg, der den Spielraum der Zentralbank für eine lockerere Geldpolitik begrenzen dürfte. "Die Teuerungsrate sollte im vierten Quartal weiter anziehen und 2014 für einige Monate über 3,5 Prozent liegen", sagte Zhiwei Zhang vom Finanzdienstleister Nomura.

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Schwache Konjunktur bremst Preisanstieg

Die schwächelnde Konjunktur dürfte aber einen allzu starken Preisanstieg verhindern, da Unternehmen in diesem Umfeld nur schwer höhere Preise durchsetzen können. "Die Lage bleibt unter Kontrolle, die Inflation wird in diesem Jahr kein Grund zur Sorge liefern, zumal die Wirtschaft mit Überkapazitäten kämpft", sagte der Analyst Li Huiyong von Shenyin & Wanguo Securities in Shanghai.

China steckt derzeit in einer Konjunkturdelle. Die Ausfuhren des Exportweltmeisters waren im September um 0,3 Prozent zum Vorjahresmonat gefallen, während Analysten mit einem Plus von sechs Prozent gerechnet hatten. In neun der vergangenen zehn Quartale hat sich das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verlangsamt. Die Regierung rechnet in diesem Jahr insgesamt mit einem Wachstum von 7,5 Prozent - es wäre das Schwächste in mehr als zwei Jahrzehnten.

ul/as (rtr)