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Aktuell Nahost

Teufelskreis der Gewalt

Nach der neuen Eskalation kündigte die Hamas noch einmal eine Waffenruhe mit Israel an. Unsicher blieb, ob die radikalislamischen Machthaber auch für die anderen Palästinensergruppen im Gazastreifen sprechen können.

Die Hamas selbst und die "Fraktionen des palästinensischen Widerstands" würden die Feuerpause so lange respektieren, wie dies auch für die israelische "Besatzungsmacht" gelte, mühte sich ein Sprecher der regierenden Hamas zu versichern. Man werde "auf Ruhe mit Ruhe antworten", erklärte das Führungsmitglied Ayman Taha der ausländischen Presse. Man reagiere damit auf Forderungen der "ägyptischen Brüder", erläuterte er die erneute Vermittlungsversuche des Nachbarstaats. Die Waffenruhe solle ab Samstagnacht gelten.

Nach einem israelischen Luftschlag versuchen Palästinenser in Gaza-Stadt die Brände zu löschen (foto:AP)

Nach einem israelischen Luftschlag versuchen Palästinenser in Gaza-Stadt die Brände zu löschen

Der Beschuss Israels durch Raketen ging danach aber weiter. Die israelische Seite sah sich nicht in der Lage, eine Feuerpause zu bestätigen. Bereits am Donnerstag hatten die Hamas-Machthaber eine Waffenruhe verkündet, die jedoch von radikalen palästinensischen Splittergruppen missachtet wurde. Seit dem neuen Aufflammen der Gewalt seit Montag wurden 16 Palästinenser getötet, etwa 70 wurden verletzt.

In der Nacht zum Samstag hatte die israelische Luftwaffe zwei Lager des bewaffneten Hamas-Arms Essedin-al-Kassam-Brigaden im Zentrum und im Norden des Gazastreifens angegriffen. Die Brigaden drohten mit Rache. Militante Palästinenser feuerten mehr als 50 selbstgebaute Raketen auf israelisches Gebiet. Die meisten davon schlugen in der Stadt Sderot ein. Es gab mehrere Verletzte. Getroffen wurde auch eine Schule, in der wegen des Sabbats aber kein Unterricht stattfand. Seit Wochenbeginn schlugen im Süden mehr als 150 Raketen und Granaten ein. Zehntausende Israelis leben in Angst.

SC/ml (afpe,dpa,rtre)