Tesla plant Entlassungen im vierstelligen Bereich | Wirtschaft | DW | 12.06.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Autoindustrie

Tesla plant Entlassungen im vierstelligen Bereich

Zwar stehe der Profit nicht im Vordergrund, doch jedes Unternehmen müsse rentabel arbeiten, so die Argumentation von Tesla-Chef Elon Musk. Mehr als 3000 Menschen sollen den Elektroauto-Pionier verlassen.

Tesla Stock Rises Over 8 Percent After Company's Shareholder Meeting (Getty Images)

Behalte ich meinen Job? Betroffene Mitarbeiter sollen noch diese Woche informiert werden

"Wir müssen eine schwierige Entscheidung treffen und etwa neun Prozent unserer Kollegen über das gesamte Unternehmen hinweg gehen lassen", heißt es in einem Auszug einer E-Mail von Tesla-Chef Elon Musk an die Mitarbeiter. Da sein Schreiben zu den Medien durchgestochen worden sei, veröffentliche er den Wortlaut selbst, schrieb Musk auf Twitter.

Durch die Kündigungen sollten Kosten gesenkt werden, um dem Ziel der Profitabilität näher zu kommen, so Musk weiter, auch wenn es dem Unternehmen nicht zwingend ums Geld gehe. "Da Tesla in den fast 15 Jahren seines Bestehens noch keinen Jahresgewinn gemacht hat, ist unsere Motivation offensichtlich nicht der Profit", begründete der Tesla-Chef die Entscheidung. Das Unternehmensziel - der Umstieg auf nachhaltige und saubere Energie in der Welt - werde allerdings niemals erreicht, wenn man nicht zeige, dass man profitabel sein könne, so Musk.

In dem Ende 2017 vorgelegten Geschäftsbericht hatte das kalifornische Unternehmen 37.543 Mitarbeiter gezählt. Neun Prozent entsprechen demnach knapp 3400 Entlassungen.

Elon Musk, CEO SpaceX & Tesla Inc. (picture-alliance/AP Photo/J. Raoux)

Den Stellenabbau bezeichent Tesla-Chef Elon Musk als "schwierige Entscheidung" (Archivbild)

Der Stellenabbau gehöre zur Straffung des Tesla-Managements, die er unlängst in Aussicht gestellt hatte. Musk erklärte, dass es in den vergangenen Jahren zum Aufbau einiger aus heutiger Sicht überflüssiger und teilweise doppelt besetzter Positionen gekommen sei.

Musk machte allerdings klar, dass der Jobabbau keine Stellen in der Produktion betreffe und die Fertigungsziele beim Hoffnungsträger und ersten Mittelklassewagen "Model 3" in den kommenden Monaten nicht darunter leiden würden.

US-ECONOMY-TRANSPORTATION-TESLA (AFP/Getty Images)

Noch vor der Veröffentlichung des "Model 3" Ende März 2016 wollten diese Interessenten den Mittelklassewagen vorbestellen

Tesla kämpft weiter mit Problemen bei der Massenfertigung des "Model 3". Musks Firma liegt ein halbes Jahr hinter ihrem ursprünglichen Zeitplan und will die Marke von 5000 Fahrzeugen pro Woche nun bis Ende Juni erreichen. Zuletzt lag die wöchentliche Produktionsrate laut Musk bei rund 3500 Stück. Tesla hat über 400.000 Bestellungen für den Wagen, dessen Produktion bereits im vergangenen Sommer startete und der ab 35.000 US-Dollar aufwärts verkauft wird.

ust/jj (dpa, afp, rtr)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema