1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Wirtschaft

Tesla bietet Milliarden für SolarCity

Die Autoindustrie mischt Elon Musk mit seinem Start-up Tesla bereits seit Jahren auf. Nun will der Unternehmer auch in den Strommarkt vordringen.

Der Elektroautobauer Tesla hat ein milliardenschweres Angebot für die Solarfirma SolarCity unterbreitet. Das Unternehmen des bekannten Tech-Milliardärs Elon Musk teilte am Dienstag nach US-Börsenschluss mit, eine Offerte zwischen 26,50 und 28,50 Dollar pro SolarCity-Aktie abgegeben zu haben. Daraus würde sich ein Kaufpreis von ungefähr 2,6 bis 2,8 Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro) ergeben. Das entspricht laut Tesla einem Aufschlag von 21 bis 30 Prozent auf den Schlusskurs von Montag.

Ziel der Übernahme sei es, Kunden umfassend und aus einer Hand mit "sauberen Energie-Produkten" zu versorgen, erklärte Tesla. "Das würde mit dem Auto anfangen, das Sie fahren, und mit der Energie, die Sie nutzen, um es aufzuladen. Dann würde es weitergehen mit der Energie für Ihr Zuhause oder Ihr Unternehmen."

Beide Firmen sind bereits miteinander verflochten

Tesla will den Betrag in eigenen Aktien bezahlen. Die Unternehmen sind bereits durch Partnerschaften und Musk verbunden, der größter Aktionär und Geburtshelfer beider Firmen ist. Durch die Übernahme könnten die Solaranlagen von SolarCity in Teslas Energiesparte eingegliedert werden.

Video ansehen 01:08

Tesla will Produktion ausbauen

Nach der Autoindustrie will Tesla auch den Energiemarkt aufmischen. Seit vergangenem Jahr bietet das Unternehmen Stromspeicher für Haushalte und Unternehmen an. Ende Juli will Tesla eine riesige, "Gigafactory" genannte Batteriefabrik in Nevada eröffnen. Das Projekt ist ein wichtiger Baustein der langfristigen Strategie, in größerem Stil Elektroautos für den Massenmarkt zu fertigen.

SolarCity kündigte in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC an, das Angebot sorgfältig prüfen zu wollen. Angesichts der engen Verflechtungen der Unternehmen wäre es überraschend, wenn der Deal nicht zustandekäme. Mit seiner über 20-prozentigen Beteiligung an SolarCity hat Musk, der auch Vorsitzender des Verwaltungsrats ist, enge Vertraute und großen Einfluss bei der umworbenen Gesellschaft.

zdh/ul (dpa, afp)

Audio und Video zum Thema