1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Keine konkreten Hinweise

Terrorverdacht gegen Jugendlichen aus der Uckermark nicht bestätigt

Weil er einen Terroranschlag in Berlin geplant haben soll, war ein 17-Jähriger in der Uckermark festgenommen worden. Nun gab es eine überraschende Wende.

in Polizeiauto steht vor dem Jugendheim Gerswalde (Brandenburg). (Foto: picture-alliance/dpa/G. S. Russew)

Die Polizei nahm den Verdächtigen ohne Widerstand fest

Der Terrorverdacht gegen einen 17-jährigen Syrer aus der Uckermark hat sich nicht erhärtet. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Potsdam sagte, dass gegen den Mann kein Haftbefehl beantragt werde. Er komme wieder auf freien Fuß. Es gebe keine konkreten Anhaltspunkte, dass der Syrer eine schwere staatsgefährdende Straftat vorbereitet habe. Es gebe auch keine Hinweise auf Kontakte zu ausländischen terroristischen Organisationen. Der Verdächtige sei befragt worden. Zudem wurden ein Mobilfunkgerät und Tablet untersucht. Die Ermittlungen seien aber noch nicht vollständig abgeschlossen. 

Im Jugendheim radikalisiert

Der 17-Jährige aus Syrien war 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen und lebt seit 2016 in einem für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge im brandenburgischen Landkreis Uckermark. Der junge Mann war am Vortag unter Terrorverdacht in Gewahrsam genommen worden, weil sich in den ersten Vernehmungen herauskristallisiert hatte, dass sich der junge Mann in den vergangenen Monaten im Jugendheim selbst radikalisiert hatte. 

Die Ermittler waren dem Verdacht nachgegangen, er könnte einen Selbstmordanschlag in Berlin geplant haben. Entsprechende Hinweise soll die Brandenburger Polizei von Ermittlungsbehörden aus Hessen und Berlin erhalten haben. Die Polizei hatte Hinweise, wonach der Mann sich per WhatsApp-Nachricht von seiner Mutter verabschiedet und angekündigt hatte, in den sogenannten Heiligen Krieg zu ziehen. 

Ein Übersetzungsfehler?

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist der Inhalt der Nachricht allerdings anders zu übersetzen. Laut Bundesinnenministerium gab es keine unmittelbare Anschlagsgefahr. Die Behörden hätten frühzeitig reagiert, um ein Risiko für die Bevölkerung auszuschließen, hieß es bereits am Dienstag.

pab/uh (afp, dpa, rtr)