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Terror-Achse Brüssel-Paris

Terrorverdächtiger Abrini auch wegen Pariser Anschlägen beschuldigt

Der Belgier marokkanischer Herkunft soll auch bei den verheerenden Anschlägen vom November 2015 in Paris mitgewirkt haben. Jetzt packt die französische Justiz zu.

Als der gesuchte "Mann mit dem Hut" vom Brüsseler Flughafen hatte er weltweit traurige Berühmtheit erlangt: Der heute 33-jährige Mohamed Abrini (Artikelfoto) gilt als einer der Hauptverdächtigen der Anschläge in der belgischen Hauptstadt vom 22. März vergangenen Jahres und als Bindeglied zwischen den Terrorzellen von Brüssel und Paris. Nun hat die französische Justiz ebenfalls offiziell ein Verfahren gegen den in Belgien einsitzenden Terrorverdächtigen eingeleitet.  

Dabei geht es um dessen mutmaßliche Rolle bei der Pariser Gewaltserie vom 13. November 2015. Abrini wurde einem Antiterror-Richter im Pariser Justizpalast vorgeführt, wie seine Anwälte bestätigten. Sie warnten vor Verfahrensproblemen wegen sich überschneidender Anklagen. Die Brüsseler Behörden hatten den Marokko-stämmigen Belgier für 24 Stunden nach Frankreich überstellt.

Ein Überwachungsvideo zeigt Abrini zwei Tage vor den Pariser Attacken zusammen mit dem einzigen Überlebenden der Anschlagskommandos, Salah Abdeslam. Bei den Angriffen auf das Fußballstadion Stade de France, Restaurants und den Musikclub Bataclan in Paris hatten die Islamisten 130 Menschen umgebracht.

Frankreich Terroranschläge Polizei (picture-alliance/dpa/G. Horcajuelo)

Frankreich - seit Monaten im Alarmzustand

In Belgien muss sich Abrini wegen der Mitgliedschaft in einer Terrorgruppe und gemeinschaftlichen Mordes verantworten. Er hatte nach seiner Festnahme gestanden, während der Brüsseler Anschläge am Flughafen gewesen zu sein, seine Sprengstoffweste aber nicht gezündet zu haben. Die Selbstmordattentäter töteten am Flughafen und in einer U-Bahn-Station insgesamt 32 Menschen. Zu den Attentaten von Brüssel und Paris bekannte sich die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS).

SC/uh (afp, dpa)

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