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Afrika

Terrornetzwerk in Marokko zerschlagen

Marokkanische Sicherheitskräfte haben ein mutmaßliches Terrornetzwerk mit Verbindungen zur Al-Kaida enttarnt. Dabei wurden 24 Verdächtige festgenommen.

Auch in Marokko eine Bedrohung: islamistischer Terror

Auch in Marokko eine Bedrohung: islamistischer Terror

Nach Angaben des Innenministeriums in Rabat habe das Terrornetzwerk kurz davor gestanden, Verbrechen und Sabotageakte gegen die Sicherheitsbehörden zu verüben. Zudem habe die Gruppe marokkanische Kämpfer für Aktionen in Afghanistan, im Irak, in Somalia sowie in Gebieten der Sahelzone und der Sahara rekrutiert. Die Anwärter hätten kurz vor der Abreise in die genannten Gebiete gestanden.

Ausländische Einrichtungen im Visier

Nach dem Anschlag in Casablanca auf ein jüdisches Zentrum 2003

Nach dem Anschlag in Casablanca auf ein jüdisches Zentrum 2003

Die Festnahmen erfolgten in Casablanca und anderen Städten, wie aus Polizeikreisen verlautete. Bei den Verdächtigen seien eine Pistole, Munition sowie Stichwaffen gefunden worden. Unter den Festgenommenen seien auch vier Verdächtige, die bereits in der Vergangenheit wegen terroristischer Aktivitäten verurteilt worden seien. Neben den Sicherheitsbehörden hätte die Terrorzelle auch ausländische Einrichtungen in verschiedenen Gegenden des nordafrikanischen Landes im Visier gehabt.

Al-Kaida im Maghreb

Bereits seit längerem ist ein Al-Kaida-Zweig im Maghreb aktiv. Er war im vergangenen Jahr unter anderem verantwortlich für die Entführung und Ermordung eines britischen Touristen in Mali. Anfang dieses Jahres hat die Al-Kaida im Maghreb angekündigt, ihre Aktivitäten auch nach Nigeria und in andere westafrikanische Staaten auszudehnen – kurz nachdem der Terroranschlag eines im Jemen ausgebildeten jungen Nigerianers an Bord eines amerikanischen Passagierflugzeuges gescheitert war.

Autorin: Katrin Ogunsade

Redaktion: Christine Harjes