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Terrorismus

Terroristen können angeblich Sprengsätze in Laptops verbergen

Terrorgruppen überprüfen nach Angaben von US-Ermittlern mit Profi-Geräten, ob ihre getarnten Bomben bei Airport-Kontrollen unsichtbar sind. Anscheinend können sie Sprengsätze inzwischen effektiv in Notebooks verstecken.

 

Terrororganisationen haben nach Erkenntnissen von US-Ermittlern effektive Methoden entwickelt, um Sprengsätze in tragbaren Computern und anderen elektronischen Geräten zu verbergen. Der Sprengstoff werde möglicherweise von den Scannern bei der Sicherheitskontrolle an Flughäfen nicht entdeckt, hieß es in Berichten von CNN, CBS und anderen Fernsehsendern. Sie beriefen sich auf Informanten aus der US-Bundespolizei FBI und andere Quellen aus Geheimdiensten.

Demnach haben sich nicht näher bezeichnete Terrorgruppen auch Kontrollgeräte besorgt, um zu überprüfen, ob die getarnten Bomben tatsächlich unsichtbar sind. Das US-Heimatschutzministerium bestätigte die Fernsehberichte nicht. Es gebe jedoch Hinweise darauf, "dass Terrorgruppen weiterhin die zivile Luftfahrt zum Ziel haben, darunter fällt auch das Einschmuggeln von Sprengladungen in Elektronikgeräten", hieß es in einer Stellungnahme.

Die Erkenntnisse würden erklären, warum die USA und Großbritannien in der vergangenen Woche die Vorschriften für die Mitnahme größerer Elektronikgeräte verschärft haben. Die US-Regierung verbot am 21. März die Mitnahme dieser Geräte im Handgepäck auf Direktflügen von zehn Flughäfen im Nahen Osten und Afrika in die Vereinigten Staaten. Großbritannien verschärfte seine Regeln ebenso für einige Flüge aus derselben Region ins Vereinigte Königreich. Washington hatte zur Begründung auf Erkenntnisse der Geheimdienste hingewiesen, wonach Extremisten versuchen könnten, Sprengsätze in Elektronikgeräten an Bord zu schmuggeln.

An Bord verboten sind nach US-Angaben alle elektronischen Geräte, die größer als Mobiltelefone sind, also Laptops, Tablet-Computer, E-Book-Reader oder Kameras. Die Elektronikgeräte können jedoch im Gepäck aufgegeben werden, das im Flugzeugbauch verstaut wird. Medizinische Geräte bleiben an Bord erlaubt.

Die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) hatte das von den USA und Großbritannien verhängte Verbot elektronischer Geräte wie Laptops im Handgepäck auf vielen Flügen scharf kritisiert. "Die derzeitigen Maßnahmen sind keine Dauerlösung, ganz gleich, welche Bedrohung sie abschwächen sollen", sagte IATA-Chef Alexandre de Juniac am Dienstag bei einer Rede im kanadischen Montréal. "Selbst auf kurze Sicht ist es schwer, ihre Effektivität zu verstehen." Zudem fragten nun Passagiere und Airlines, warum Laptops auf einigen Flügen sicher sein und auf anderen - vom selben Flughafen - nicht.

stu/gri (afp, dpa)

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