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Pressemitteilungen

Terrorismus: Ehemaliger BND-Direktor für Frühwarnsystem

Wolbert Smidt im Interview mit DW-TV

Für den Aufbau eines Frühwarnsystems zur Abwehr islamistischer Terroraktionen im Rahmen der NATO hat sich der ehemalige Direktor beim Bundesnachrichtendienst (BND), Wolbert Smidt, ausgesprochen. In einem Interview mit DW-TV sagte Smidt, Vorbild könnte das ‚Early-Warning-System‘ aus der Zeit des Kalten Krieges sein. Sämtliche Nachrichtendienste der NATO-Staaten hätten bis zur Auflösung der Sowjetunion dieses System mit Informationen bedient, die auf einen möglichen Angriff des Warschauer Pakts hindeuteten. Alle Informationen wurden Smidt zufolge damals an zentraler Stelle gebündelt und ausgewertet. Mit dem Ende des Kalten Kriegs seien besonders die US-amerikanischen Nachrichtendienste dazu übergegangen, "stärker bilateral und weniger multilateral mit den befreundeten Diensten zu kooperieren".

"Große Anschläge werden von langer Hand vorbereitet", sagte Smidt im deutschen Auslandsfernsehen. Erkenntnisse und Aufklärungsergebnisse aller transatlantischen Sicherheitsbehörden müssten deshalb besser zusammengefasst werden. Nur so könne die Abwehr geplanter Terroranschläge Erfolg haben. Smidt: "Ein solches System aufzubauen, ist keine leichte Aufgabe, aber die Mühe mit Sicherheit wert."

23. März 2004
059/04

Diese Pressemitteilung und mehr auch unter www.dw-world.de/presse