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Aktuell Europa

Terrorgefahr: Vier Festnahmen in Paris

Die französische Polizei hat nach Medienberichten vier radikale Islamisten festgenommen. Sie stünden im Verdacht, einen Anschlag im Zentrum von Paris geplant zu haben, hieß es.

Das Quartett sei zuvor wegen eines "möglichen Anschlagprojekts" überwacht worden, meldete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeikreise. Von einem "unmittelbar bevorstehenden Anschlagsprojekt" - wie es in ersten Berichten geheißen hatte - könne aber noch nicht gesprochen werden. Präsident François Hollande sagte in einer ersten Reaktion auf die Festnahmen, die Bedrohungslage in Frankreich sei "immer noch sehr hoch". "Nötig ist größte Wachsamkeit."

Keine Waffenfunde

Nach Medien-Informationen wurden die Verdächtigen - drei Männer und eine Frau - in Paris und im Nachbardépartement Saint-Denis gefasst. Waffen wurden bei den Razzien nicht gefunden. Es wurden aber mehrere Datenträger beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden sollen.

Die vier Verdächtigen befinden sich im Sitz des französischen Inlandsgeheimdienstes DGSI im nordwestlich von Paris liegenden Levallois-Perret in Polizeigewahrsam. Die Festgenommenen hätten "interessante" Profile, was Nachforschungen erforderlich mache, verlautete aus Polizeikreisen

Unter den Festgenommenen befinde sich auch ein 28-Jähriger, der 2014 zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde, weil er sich in Syrien dem Dschihad anschließen wollte, hieß es in den Berichten weiter. Der Mann sei im Oktober 2015 aus der Haft entlassen worden.

IS-Terror im November

Am 13. November 2015 hatten Islamisten bei einer Reihe koordinierter Terrorattacken in Paris 130 Menschen getötet. Allein im Musikclub Bataclan waren 90 Menschen getötet worden. Zu der schwersten Anschlagsserie in der Geschichte Frankreichs bekannte sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

wl/sti (rtr, dpa, TF1)