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Aktuell Amerika

Terroranschlag in Kanada vereitelt

In Kanada sind die beiden wegen Planungen eines Terroranschlags Festgenommenen dem Haftrichter vorgeführt worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Männer Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida haben.

Die beiden Männer im Alter von 30 und 35 Jahren hätten geplant, an der Bahnstrecke von Toronto nach New York eine Brücke zu sprengen, hieß es in einer Erklärung der Polizei. Ziel sei es gewesen, einen Zug zur Entgleisung zu bringen. "Wäre dieser Plan umgesetzt worden, wären dabei unschuldige Menschen getötet oder verletzt worden", betonte Polizeisprecher James Malizia in Toronto.

"Keine unmittelbare Gefahr"

Die Festgenommenen stammten aus Montreal und Toronto, aber seien keine kanadischen Staatsbürger. Zwar hätten sie "die Fähigkeit und den Vorsatz" gehabt, den Anschlag auszuführen. Allerdings habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung oder den Zugverkehr bestanden, betonte die Polizei. Trotz der Vorbereitungen habe ein Anschlag nicht unmittelbar bevorgestanden.

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Kanada: Anschlag auf Zug vereitelt

Inzwischen wurden die festgenommenen Verdächtigen dem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida haben. Sie bleiben vorerst weiter in Polizeigewahrsam. Beide wiesen die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück. Die Männer sollen nach Medienberichten tunesischer und palästinensischer Herkunft sein.

Wie inzwischen bestätigt wurde, wurden die Verdächtigen seit einem Jahr von Fahndern beobachtet. Kanadische und US-amerikanische Ermittlungsbehörden hätten in dem Fall zusammengearbeitet. Einen Zusammenhang mit dem Bombenanschlag auf den Marathonlauf in Boston gebe es nicht, hieß es.

In den vergangenen Jahren waren wiederholt mutmaßliche islamistische Terroristen aus Kanada ins Visier der Fahnder geraten. So sollen bei dem Angriff auf eine Gasförderanlage in Algerien Anfang des Jahres auch Extremisten aus Kanada beteiligt gewesen sein.

wl/qu (afp,dpa,rtr)

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