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Europa

Terroranschlag in der Türkei

Die Zahl der Toten bei dem Bombenanschlag in der südosttürkischen Stadt Diyarbakir erhöht sich weiter. Ein Bekennerschreiben gibt es bisher noch nicht.

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Diyarbakir ist hauptsächlich von Kurden bewohnt

Der Sprengsatz war am Dienstagabend (12.9.2006) in der südöstlichen Stadt Diyarbakir auf einer Straße nahe eines Parks detoniert. Nach jüngsten Angaben von CNN-Türk sind dabei 11 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten schwankt noch, die Nachrichtenagentur DPA spricht von 17 Verletzten.

Der laute Knall sei in der ganzen Stadt zu hören gewesen. Die Polizei sperrte die Umgebung weiträumig ab und nahm Ermittlungen auf. Das Fernsehen zeigte Blutlachen und zugedeckte Leichen am Tatort. Nach Informationen von CNN-Türk wurde die Bombe ferngezündet, möglicherweise mit einem Handy. In anderen Berichten war die Rede davon, dass der Sprengsatz an einer Bushaltestelle platziert war. Die meisten Opfer seien Wartende gewesen.

Anschlag der PKK?

Zu den möglichen Hintermännern des Anschlags, einem der schwersten in diesem Jahr in der Türkei, gibt es noch keine Angaben. Diyarbakir mit seinen rund eine Million Einwohnern ist eine Hochburg kurdischer Separatisten. Seit Jahresbeginn wurden bei Kämpfen mindestens 75 Sicherheitskräfte und mehr als 100 Rebellen getötet. Die Rebellen übernahmen die Verantwortung für 16 Bombenanschläge mit insgesamt 12 Toten und rund 200 Verletzten.

Im Konflikt zwischen der türkischen Armee und der PKK wurden zwischen 1984 und 1999 fast 40.000 Menschen getötet. Nach einer mehrjährigen Ruhepause verübt die PKK seit 2004 wieder verstärkt Anschläge auf türkischem Boden. Die kurdischen Rebellen verlangen eine Generalamnestie für ihre rund 5000 Kämpfer und die Freilassung ihres inhaftierten Chefs Abdullah Öcalan. Die Türkei lehnt dies ab. (kas)

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