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Politik

Terroranschläge seit 2001

Der 11. September 2001 war nur der Anfang. Seitdem gibt es immer wieder verheerende Terroranschläge, die mit dem Terrornetzwerk El Kaida in Verbindung gebracht werden - in nahezu allen Erdteilen. Eine Chronologie.

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Die Bilder gleichen sich - rund um die Welt


11. September 2001, USA: 3000 Menschen sterben bei den Anschlägen auf das Word Trade Center und das Pentagon. Gekaperte Linienflugzeuge werden als fliegende Bomben eingesetzt. Verantwortlich für die Tat: Selbstmordattentäter aus dem Umfeld von Osama Bin Ladens Terror-Netzwerk El Kaida. Es ist ein Angriff auf die westliche Welt im allgemeinen und auf die amerikanische Nahostpolitik im besonderen. Noch am Abend des 11. September erklärt US-Präsident George W. Bush dem internationalen Terror den Krieg. Bereits einen Monat später folgt der Krieg gegen das Taliban-Regime in Afghanistan, zwei Jahre später der Feldzug gegen Saddam Hussein im Irak.

Doch die Welt ist seitdem nicht sicherer geworden - im Gegenteil:

11. April 2002, Tunesien: Bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Synagoge auf der Insel Djerba sterben 22 Menschen, darunter 14 Deutsche.

12. Oktober 2002, Indonesien: Über 200 Tote bei Bombenanschlägen auf der Ferieninsel Bali, überwiegend westliche Touristen.

28. November 2002, Kenia: Drei Selbstmordattentäter sprengen vor einem israelischen Touristenhotel in Mombasa ein Auto in die Luft - insgesamt 18 Tote.

12. Mai 2003, Saudi-Arabien: El Kaida wird für eine Serie von Anschlägen im Ausländerviertel der Hauptstadt Riad verantwortlich gemacht. 35 Tote.

Dabei hatte der amerikanische Präsident Anfang 2003 sogar noch geglaubt, kurz vor einem Sieg über den internationalen Terrorismus zu stehen. "Die Terroristen sind auf der Flucht. Und wir sorgen dafür, dass sie auf der Flucht bleiben. Ein Terrorist nach dem anderen lernt jetzt, was amerikanische Gerechtigkeit bedeutet", sagte er damals in seiner "Rede zur Lage der Nation". Doch Bush hatte die Lage völlig falsch eingeschätzt.

16. Mai 2003, Marokko: Bei fünf nahezu zeitgleichen Anschlägen auf westliche und jüdische Einrichtungen in der Hafenstadt Casablanca sterben 45 Menschen.

5. August 2003, Indonesien: Vor einem Hotel in der indonesischen Hauptstadt Jakarta explodiert eine Autobombe und reißt 12 Menschen in den Tod.

19. August 2003, Irak: Selbstmordanschlag auf die UN-Zentrale in Bagdad. Unter den 22 Toten ist auch der UN-Beauftragte Sergio de Mello.

20. November 2003, Türkei: Anschlagsserie gegen jüdische und britische Einrichtungen in Istanbul. Vier Bomben explodieren, 61 Menschen kommen ums Leben - überwiegend türkisch-muslimische Passanten, aber auch der britische Konsul.

11. März 2004, Spanien: In Madrid explodieren zehn Bomben in Nahverkehrszügen und reißen mehr als 190 Menschen in den Tod. Die Anschläge sorgen in Westeuropa für großes Entsetzen.

7. Juli 2005, Großbritannien: Vier Muslime mit britischem Pass zünden in London in drei U-Bahnen und einem Doppeldeckerbus Sprengsätze. Es gibt mindestens 56 Tote und etwa 700 Verletzte. Ein erstes Bekennerschreiben im Namen von El Kaida taucht auf. Am 21. Juli dann der zweite Terroralarm in London - kleinere Explosionen in drei U-Bahnstationen und in einem Bus. Wieder bekannte sich eine El-Kaida-Gruppe im Internet zu den Attentaten.

23. Juli 2005, Ägypten: Im berühmten Badeort Scharm el Scheich detonieren zwei Autobomben zeitgleich. Eine dritte Bombe explodierte etwa zur selben Zeit an der Strandpromenade. Fast 90 Menschen sterben. Es sind die schlimmsten terroristischen Anschläge in der jüngeren Geschichte des Landes. Im Internet bekennt sich eine Gruppe zu den Anschlägen, die nach eigenen Angaben Verbindungen zum Netzwerk El-Kaida hat.

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