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Aktuell Deutschland

Terroranschläge mit Modellflugzeugen geplant?

Spezialeinheiten der Polizei haben im Süden und Osten Deutschlands Wohnungen mutmaßlicher Islamisten durchsucht. Es soll um möglicherweise geplante Terroranschläge mit Bomben in ferngesteuerten Modellflugzeugen gehen.

Die Polizei ist mit einer großangelegten Razzia gegen mutmaßliche Islamisten in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen vorgegangen. Durchsucht wurden laut Bundesanwaltschaft wegen möglicher Terrorvorbereitungen Räumlichkeiten in Stuttgart und Umgebung, in München, in Dachau und bei einem Internetprovider in Sachsen. Da die Polizei in einigen Wohnungen Waffen befürchtete, wurden einige der Objekte von Spezialeinsatzkommandos der Polizei gestürmt.

Gegen zwei Verdächtige tunesischer Herkunft werde ermittelt, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Die beiden Männer stünden im Verdacht, einen islamistischen Terroranschlag mittels Bomben in ferngesteuerten Modellflugzeugen geplant zu haben. Die Beschuldigten sollen sich gezielt Informationen und Gegenstände zum Bombenbau beschafft haben. Der Verdacht laute auf "Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat" sowie Geldwäsche. Technisches Gerät und Unterlagen seien sichergestellt worden. Festnahmen habe es zunächst aber nicht gegeben. Das Ausmaß des Falles ist aber noch unklar.

Über Anschläge mit Modellflugzeugen war in Sicherheitskreisen in der Vergangenheit immer wieder spekuliert worden. Verdächtige und Kontaktpersonen sollen an der Universität Stuttgart studiert haben - auch im Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik. Im Rahmen ihres Studiums hätten sie Praktika und Übungen gemacht, deren Inhalte leicht missbraucht werden könnten, hieß es. So wurden Methoden entwickelt, Modellfluggeräte mittels GPS bestimmte Routen fliegen zu lassen.

"Heiliger Krieg"

Die Ermittlungen überschneiden sich mit einem Verfahren der Staatsanwaltschaft Stuttgart: Diese ermittelt gegen mehrere Männer wegen Geldwäsche zur Unterstützung des sogenannten "Heiligen Kriegs". Es handele sich um zwei getrennte Verfahren, die Beschuldigten würden einander jedoch kennen, bestätigte eine Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft. 

qu/li (dpa, afp, rtr)

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