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Aktuell Asien

Terrorangriff auf britische Diplomaten

Ein mit Sprengstoff beladenes Auto rammte ein britisches Botschaftsfahrzeug in Kabul. Es gab mehrere Tote. Die Taliban sprachen von einem Angriff auf "ausländische Invasoren".

Nach zunächst äußerst widersprüchlichen Meldungen zeichneten die lokalen Behörden folgendes Szenario des Terrors: Ein Selbstmordattentäter steuerte im Osten der afghanischen Hauptstadt direkt in einen Wagen der britischen Botschaft. Bei der gewaltigen Explosion wurden ein Brite und vier Afghanen mit in den Tod gerissen, wie die Kabuler Polizei mitteilte. Es gab zudem mehr als 30 Verletzte. Der britische Botschafter Richard Stagg befand sich dem Vernehmen nach nicht in dem zerstörten Geländewagen.

Das Attentat ereignete sich auf einer Hauptverkehrsachse, entlang derer viele ausländische Gebäudekomplexe und Militäreinrichtungen liegen. Die Detonation war in der gesamten Stadt zu hören.

Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban, die von vielen getöteten Ausländern und einem erfolgreichen Schlag gegen die "Truppen der ausländischen Invasoren" berichteten.

Am Abend kam es erneut zu einer schweren Explosion in dem Diplomatenviertel. Anschließend waren vereinzelt Schüsse zu hören, wie Korrespondenten berichten.

Trotz der strengen Sicherheitsvorkehrungen in Kabul gelingt es Angreifern immer wieder, dort Anschläge zu verüben. Islamische Extremisten attackierten jüngst wiederholt auch Militärkonvois, Camps und Einrichtungen ausländischer Firmen. In der Hauptstadt wächst die Furcht vor einer weiteren Zunahme der Gewalt nach dem Abzug der internationalen Kampftruppen zum Jahresende.

Ab kommendem Jahr soll eine Nachfolgemission unter Führung der NATO einheimische Sicherheitskräfte ausbilden und beim Kampf gegen die Taliban weiter unterstützen. Eingeplant sind dafür 12.500 ausländische Soldaten.

SC/kle (afpe, APE, rtre)