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Aktuell Europa

Terror-Verdächtiger in Paris festgenommen

Im Großraum Paris ist ein Mann in Zusammenhang mit den Anschlägen vom 13. November festgenommen worden. Zu den genauen Hintergründen schweigt sich die Staatsanwaltschaft noch aus.

Polizisten auf Streife in der Nähe des Eiffelturms (Foto: dpa)

Polizisten auf Streife in der Nähe des Eiffelturms

Im Zuge der Ermittlungen zu den Pariser Anschlägen haben die französischen Behörden einen 29-Jährigen im Großraum der Hauptstadt vorläufig festgenommen. Das bestätigte eine Sprecherin der Pariser Staatsanwaltschaft. Angaben zur möglichen Rolle des Mannes machte sie nicht. Der Radiosender France Info berichtete unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, dass der Mann möglicherweise mit Mittelsmännern der Terroristen Kontakt gehabt haben könnte. Er werde nun in Polizeigewahrsam befragt.

Zwei Männer befinden sich bereits in Haft, weil ihnen vorgeworfen wird, Abdelhamid Abaaoud beherbergt zu haben. Der belgisch-marokkanische Dschihadist gilt als Drahtzieher der Anschläge und wurde fünf Tage danach bei einer Razzia erschossen.

Hunderte unter Hausarrest

Die jüngste Festnahme ist Teil einer beispiellosen Fahndung. Seit den Anschlägen wurden rund 2700 Wohnungen durchsucht, dabei wurden mehr als 300 Verdächtige festgenommen und rund 400 Waffen beschlagnahmt. Mehr als 350 Verdächtige wurden unter Hausarrest gestellt. In ganz Frankreich gilt wegen der Anschläge der Ausnahmezustand - er erlaubt insbesondere Durchsuchungen ohne richterlichen Beschluss auch in der Nacht, das Verbot öffentlicher Versammlungen sowie Hausarrest für mutmaßliche Gefährder.

Zudem wurden acht Männer in Belgien verhaftet, wo die Anschläge organisiert worden sein sollen. Drei der Selbstmordattentäter wurden bislang noch nicht identifiziert, zwei von ihnen gelangten aber offenbar zusammen mit syrischen Flüchtlingen nach Europa. Mit Hochdruck fahndet die Polizei nach dem 26-jährige Salah Abdeslam, der Bruder eines der Selbstmordattentäter ist und bei der Organisation der Anschläge geholfen haben soll.

Die Terrorangriffe auf den Konzertsaal "Bataclan", mehrere Cafés und Restaurants im Osten von Paris sowie am Stade de France hatten 130 Todesopfer gefordert

stu/fab (afp, dpa)

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