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Sport

Tennis-Damen mischen Wimbledon auf

In Wimbledon sorgen die deutschen Tennis-Damen weiter für Furore. Mit großem Kampfgeist schaltet Kerber die Topfavoritin Scharapowa aus. Bei den Herren scheidet ein Top-Favorit überraschend aus.

Es ist die Überraschung des Turniers! Der Weltranglistenerste Rafael Nadal ist im Achtelfinale des bedeutendsten Tennisturniers der Saison gescheitert. Der Spanier scheiterte an einem 19-jährigen Jungspund, der nur dank einer Wildcard an der Church Road antreten durfte. Nadal unterlag dem Australier Nick Kyrgios, der Nummer 144 der Tenniswelt, 6:7 (5:7), 7:5, 6:7 (5:7) und 3:6. "Wenn du auf Rasen einen Gegner hast, der so hart schlägt, bekommst du Probleme", sagte der Tennis-Profi: "Er war einfach besser als ich."

Besser machten es Roger Federer und Stanislas Wawrinka: Der siebenmalige Champion Federer besiegte im Achtelfinal-Duell den Spanier Tommy Robredo in drei glatten Sätzen 6:1, 6:4 und 6:4. Australian-Open-Sieger Wawrinka gewann mit 7:6 (7:5), 7:6 (9:7) und 6:3 gegen Robredos Landsmann Feliciano Lopez. Am Mittwoch (02.07.2014) treffen nun beide Kontrahenten im direkten Duell aufeinander.

Kerber mit starker Vorstellung

Die deutsche Tennis-Spielerin Angelique Kerber sorgte für eine kleine Überraschung. Mit unbändigem Willen rang sie in einer mitreißenden Partie die russische Topfavoritin Maria Scharapowa 7:6 (7:4), 4:6, 6:4 nieder. Erst der siebte Matchball brachte der deutschen Nummer eins einen der größten Momente ihrer Karriere ein. "Es ist einfach unglaublich. Es war so ein enges Match auf so einem hohen Level. Ich bin so glücklich", sagte Kerber direkt im Anschluss. Die 26-Jährige zog somit zum zweiten Mal in die Runde der letzten Acht ein, vor zwei Jahren kam sie anschließend bis ins Halbfinale.

Auf Kerber wartet im Viertelfinale nun die French-Open-Halbfinalistin Eugenie Bouchard. Die Kanadierin hatte in Runde drei Andrea Petkovic bezwungen. Die Deutsche hat mit der Aufsteigerin der Saison noch eine Rechnung offen, im Achtelfinale von Paris war Kerber chancenlos an Bouchard gescheitert.

Lisickis Geschichte geht weiter

Weiter im Turnier dabei ist auch Sabine Lisicki. Unmittelbar nach ihrem entscheidenden Punktgewinn gegen die Kasachin Jaroslawa Schwedowa ging sie auf dem "Heiligen Rasen" in die Knie. Ihr Vater sprang auf der Tribüne applaudierend in die Höhe. Die wundersame Wimbledon-Geschichte von Sabine Lisicki geht also weiter. Denn sie steht bei ihrer sechsten Teilnahme zum fünften Mal im Viertelfinale.

Ohne zu glänzen, aber mit einer kämpferischen Höchstleistung. Denn im entscheidenden Durchgang musste Lisicki beim Stand von 1:1 und Spielball gegen sich eine Verletzungspause nehmen und wurde im Nacken-und Schulterbereich behandelt. "Ich habe versucht, weiterzumachen, aber ich konnte meinen Arm nicht heben", antwortete sie auf der Pressekonferenz auf die unzähligen Fragen nach dem unglücklichen Zeitpunkt. "Ich hoffe und denke, dass es nur eine Blockade ist." Nach minutenlanger Behandlungspause kam Lisicki zurück, brachte ihren Aufschlag durch und verwandelte wenig später ihren dritten Matchball zum Sieg. Am Ende hieß es 6:3, 3:6, 6:4 für die Deutsche.

"Ich hab mich durchgebissen"

Im Viertelfinale wartet nun die rumänische French-Open-Finalistin Simona Halep. "Ich denke nicht an das Spiel Morgen", sagte Lisicki nach ihrem Sieg. "Heute hatte ich auch Glück. Sie hat mir ein paar Geschenke gegeben bei meinen Aufschlägen. Ich habe mich durchgebissen." Will Lisicki auch im Viertelfinale erfolgreich sein, wird sie sich aber steigern müssen. Denn die Deutsche leistete sich speziell bei ihrem sonst so starken Aufschlag Schwächen. 20 Doppelfehler sind eigentlich zu viel.