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Reise

Tempelstadt der Künste

Die Berliner Museumsinsel ist schon seit langer Zeit eine lebhafte Baustelle, und sie wird es auch bleiben. Das nächste Großprojekt steht an: Ab 2011 wird das Pergamonmuseum grundsaniert.

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Das Bode-Museum

BdT Pergamonmuseum in Berlin Restaurierung

Das Markttor von Milet im Pergamonmuseum

Die Berliner Museumsinsel ist eine der größten Ausstellungskomplexe der Welt. Sie besteht aus fünf Häusern: Bode-Museum, Pergamonmuseum, Neues Museum, Alte Nationalgalerie und Altes Museum. Während das Bode-Museum (Eröffnung Herbst 2006) und das Neue Museum (Eröffnung 2009) derzeit saniert werden, hat die Alte Nationalgalerie bereits eine umfassende Schönheitsreparatur hinter sich. Dem Alten Museum sowie dem Pergamonmuseum steht das noch bevor.

Teile sollen zugänglich bleiben

Das Pergamonmuseum gilt als das Glanzstück der Museumsinsel. Seit der deutschen Wiedervereinigung (1990) wird die bis dahin geteilte Museumslandschaft grundlegend neu strukturiert. Die insgesamt 1,5 Milliarden Euro teuren Um- und Neubauten auf der Museumsinsel gelten als Generationenaufgabe. Die Bauarbeiten an dem im Zweiten Weltkrieg stark beschädigten Pergamonmuseum sollen in Abschnitten erfolgen, so dass während der gesamten Bauzeit wechselnd Teile des Museums für das Publikum zugänglich bleiben.

Antikensammlung mit Prunkstück

Alte Nationalgalerie Berlin

Ein Fotograf liegt auf dem Rücken um ein Bild des renovierten Kuppelsaals der Alten Nationalgalerie in Berlin zu machen (2001).

Das heutige Pergamonmuseum entstand 1912 bis 1930 nach Plänen von Alfred Messel unter Bauleitung von Ludwig Hoffmann. Seine Antikensammlung gilt als eine der größten der Welt. Das Museum beherbergt als Prunkstück unter anderem den in der Antike als Weltwunder gerühmten, 1878-86 in der heutigen Türkei ausgegrabenen Pergamon-Altar. Daneben sind Teile der legendären, farbenprächtigen Prozessionsstraße von Babylon, mit dem Ischtar-Tor und der Thronsaalfassade aus der Zeit Nebukadnezars (604-562 v.Chr.), sowie das römische Markttor aus Milet zu sehen. Der Pergamon-Altar ist ein um 180-159 v.Chr. geschaffener und der Schutzgöttin der kleinasiatischen Stadt Pergamon, Athena, geweihter Altar. Er stand auf der Burg von Pergamon frei auf einer Terrasse.

6000 Jahre Menschheitsgeschichte

Pegasus kehrt zurück

Die renovierte Pegasus-Skulptur kehrt zurück auf das Dach des Alten Museums (2001).

Wenn die Umbauarbeiten einmal fertig sind, wird ein zusammenhängender Rundgang auf einer Ebene durch die Denkmäler Mesopotamiens und Ägyptens sowie aus dem antiken Griechenland und Rom möglich sein. Auch eine Verbindung zu den benachbarten Museen ist vorgesehen. Im heutigen Ehrenhof entsteht ein Forum, das von allen Seiten zugänglich sein wird.

Die weltberühmte Museumsinsel, deren Gebäude die archäologischen Sammlungen und die Kunst des 19. Jahrhunderts beherbergen, ist seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe. Das Pergamonmuseum gehört mit jährlich rund 800.000 Besuchern zu den erfolgreichsten Museen in Deutschland. (pg)

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