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Wirtschaft

Telekom und SAP ziehen DAX nach unten

Die deutschen Standardaktien haben mal wieder im Minus geschlossen, und das lag diesmal nicht an den Vorgaben aus den USA, sondern an hausgemachten Nachrichten.

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Prügelknabe SAP

Die Indexschwergewichte SAP und Telekom haben heftig Prügel bezogen und den DAX nach unten gezogen, Gewinne bei Banken, Automobiltiteln und bei Adidas reichten nicht aus, den DAX über 5.000 zu halten. Er schloss bei 4.964 - ein Minus von 76 Punkten oder 1,5 Prozent, und der Nemax 50 Index am Neuen Markt verliert zehn Punkte oder 1,2 Prozent auf 843 Zähler.

Bei der Telekom reagierte der Markt auf Herabstufungen durch die Investmentbanken Goldman Sachs und Dresdner Kleinwort Wasserstein, die Aktie verlor 6,9 Prozent. Wenn es jemanden tröstet: Der französische Konkurrent France Telecom verlor im Euro Stoxx 50 sogar über neun Prozent.

SAP verloren 7,3 Prozent. Es gibt Marktgerüchte, nach denen der Branchenriese Microsoft in das Stammgeschäft von SAP, nämlich standardisierter Unternehmenssoftware, einsteigen will. Bisher benutzt Microsoft zur Steuerung des eigenen Unternehmens SAP-Software, und nun überlegen die Redmonder offenbar, ob sie das nicht selber können. Andere sagen, das sei Unfug, das SAP-Papier leide vielmehr darunter, dass Lehman Bros. am Vortag den SAP-Konkurrenten Oracle herabgestuft habe.

Einziger Lichtblick im DAX waren Adidas nach guten Zahlen vom schwierigen US-Markt. Dort habe man das beste Absatzergebnis seit zweieinhalb Jahren erreicht, heißt es. Die Aktie gewann sieben Prozent.

Auch Epcos waren zeitweise gefragt, die Quartalszahlen zeigen zwar einen drastischen Gewinneinbruch, aber Analysten hatten sogar mit einem Verlust gerechnet. Der ist nicht eingetreten und der Ausblick bei Epcos fällt sehr optimistisch aus, die Aktie schloss trotzedem mit 1,9 Prozent im Minus.

Autoaktien waren ebenfalls gefragt, die deutschen Autoanbieter Volkswagen, Audi, BMW und Mercedes haben ihren Absatz in den USA im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Nur Porsche musste sich im April mit niedrigeren Verkaufszahlen begnügen. Dies geht aus den Verkaufszahlen der amerikanischen und ausländischen Automobilhersteller hervor, die am Donnerstag in Detroit veröffentlicht wurden. Profitieren konnten davon aber nur DaimlerChrysler und BMW, Volkswagen verloren dagegen 2,1 Prozent.

Am Rentenmarkt stand der Rentenindex REX unverändert zum Dienstag bei 111,82 Zählern, während der Bund Future um 0,1 Prozent auf 105,86 Punkte nachgab. Die Umlaufrendite stellte die Bundesbank mit 4,99 Prozent fest, drei Stellen höher als am Dienstag.

Die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte:

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 80,50 (+ 5,30)

Allianz 255,50 (- 5,95)

BASF 46,85 (- 0,70)

Bayer 36,48 (+ 0,11)

HypoVereinsbank 39,50 (+ 0,55)

BMW 44,95 (+ 0,94)

Commerzbank 19,79 (- 0,33)

DaimlerChrysler 52,14 (+ 0,66)

Degussa 33,70 (- 0,37)

Deutsche Bank 74,50 (+ 0,90)

Deutsche Post 14,80 (- 0,26)

Deutsche Telekom 13,72 (- 1,02)

E.ON AG 57,59 (- 0,22)

EPCOS 44,24 (- 0,84)

Fresenius Med. 62,00 (- 3,85)

Henkel 72,82 (+ 0,42)

Infineon Techno 19,85 (- 0,35)

Linde 52,97 (- 1,28)

Lufthansa 17,00 (- 0,17)

MAN 26,30 (- 0,04)

Metro 36,39 (+ 0,84)

MLP 64,47 (- 0,93)

Münchener Rück 267,90 (- 7,11)

Preussag 29,42 (- 0,98)

RWE 41,83 (- 0,17)

SAP 134,00 (- 10,61)

Schering 66,20 (- 1,45)

Siemens 66,55 (- 0,96)

ThyssenKrupp 16,80 (+ 0,01)

VW 53,80 (- 1,17)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der Europäischen Zentralbank:

Ein Euro kostete am Donnerstag 90,32 amerikanische Cent oder 0,6179 britische Pfund oder 1,4564 schweizer Franken oder 115,51 japanische Cent.

  • Datum 02.05.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2950
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