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Wirtschaft

Telekom und Finanztitel belasten den Markt

Die deutschen Aktien haben zum Wochenauftakt kräftig verloren. Der DAX gab 112 Punkte oder 2,2 Prozent auf 4.984 Zähler ab. Am Neuen Markt bröckelte der NEMAX 50 Index um 23 Punkte oder drei Prozent auf 1.118 Zähler.

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3,8 Prozent Verlust für die Telekom-Aktie

Der Handel sei bei dünnen Umsätzen sehr lustlos verlaufen, sagten Händler. Für die Verluste im DAX waren das Schwergewicht Telekom und insbesondere Finanzwerte verantwortlich. Telekom verloren 3,8 Prozent, was ein Händler damit begründete, dass es mehr Angebot als Nachfrage gebe - so simpel kann Börse sein. Banken und Versicherer verloren zwischen 1,2 und 3,5 Prozent.

Auch die Commerzbank-Aktien gaben um knapp zwei Prozent nach. Händler erklärten dies mit den Zahlen der Bank, die zum Teil schlechter als erwartet ausgefallen seien. Für das abgelaufene Jahr weist die Nummer vier im deutschen Kreditgewerbe nur noch einen Gewinn vor Steuern von 37 Millionen Euro nach 2,2 Milliarden Euro 2000 aus. Der Jahresüberschuss im Konzern fiel auf 92 (1.342) Millionen Euro zurück. Die Dividende wird deshalb auf 0,40 (1,0) Euro gesenkt, teilte die Commerzbank in Frankfurt am Main mit.
Positiv bewerteten Händler den Ausblick des Finanzhauses. Die Commerzbank rechnet mit einer Verbesserung im Jahr 2002.

Zu den wenigen Gewinnern gehörten Papiere der Fresenius Medical Care mit einem Plus von 1,2 Prozent. Händler nannten positive Kommentare der Investmentbank Goldman Sachs als Grund für den Kursaufschlag. Der Berliner Pharma-Hersteller Schering legt am Dienstag (5.2.) Zahlen vor, und obwohl es heißt, das Unternehmen strebe zum sechsten Mal hintereinander ein Rekordjahr an, verloren Schering-Aktien gut ein Prozent.

Am Rentenmarkt kletterte der Richtung weisende Bund-Future um 0,1 Prozent auf 108,20 Punkte. Der Rentenmarkt-Index Rex gewann 0,12 Prozent auf 113,13 Zähler. Die Umlaufrendite betrug 4,72 (Freitag: 4,79) Prozent.

Der Kurs des Euro ist geringfügig gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,8644
(Freitag: 0,8632) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,1569 (1,1585) Euro.

Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte, wie immer in Euro und wie alles andere ohne Gewähr:

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 78,90 (- 0,43)
Allianz 250,80 (- 7,50)
BASF 44,90 (- 0,05)
Bayer 36,98 (- 0,40)
HypoVereinsbank 35,20 (- 0,75)
BMW 41,80 (- 0,61)
Commerzbank 18,97 (- 0,31)
DaimlerChrysler 45,15 (- 1,40)
Degussa 32,10 (- 0,11)
Deutsche Bank 69,80 (- 2,78)
Deutsche Post 14,81 (- 0,11)
Deutsche Telekom 15,92 (- 0,73)
E.ON AG 59,61 (+ 0,13)
EPCOS 45,50 (- 0,19)
Fresenius Med. Care 65,25 (+ 0,35)
Henkel 64,77 (- 0,43)
Infineon Techno 24,53 (- 0,26)
Linde 51,16 (- 0,44)
Lufthansa 17,10 (+ 0,10)
MAN 26,23 (- 0,64)
Metro 38,25 (+ 0,15)
MLP 66,48 (- 0,82)
Münchener Rück 263,20 (- 10,80)
Preussag 33,60 (- 1,20)
RWE 43,56 (- 0,24)
SAP 160,30 (- 2,50)
Schering 65,00 (- 1,00)
Siemens 66,70 (- 2,58)
ThyssenKrupp 17,07 (+ 0,30)
VW 54,00 (- 1,21)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der
Europäischen Zentralbank:

Ein Euro kostet
86,44 amerikanische Cent oder
60,97 britische Pence oder
115,22 japanische Yen

...und das 1. Goldfixing in London 285 Dollar und 80 Cent.

  • Datum 04.02.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1pAz
  • Datum 04.02.2002
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