Telegram-App für Iraner wieder online | Aktuell Asien | DW | 13.01.2018
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Internet

Telegram-App für Iraner wieder online

Während der Proteste Anfang des Jahres hatte der Iran den Messaging-Dienst Telegram, über den sich die Demonstranten organisierten, gesperrt. Die Demonstrationen sind weitgehend beendet, die App wieder erreichbar.

Die Reformkräfte im Iran haben im Streit um die Nutzung des Internets einen wichtigen Teilerfolg gegen die Hardliner erzielt. Der von der Justiz gesperrte Kommunikationsdienst Telegram wurde ab Samstagabend wieder freigegeben, meldete die Nachrichtenagentur ISNA. Telegram ist die beliebteste Messaging App im Iran und hat dort Schätzungen zufolge mehr als 40 Millionen Nutzer.

Telegram war auf Betreiben besonders konservativer Kräfte im Justizapparat gesperrt worden, weil er bei den jüngsten regimekritischen Protesten von Demonstranten genutzt wurde. Auch Videos der Proteste wurden über Telegram im In- und Ausland verbreitet.

Grundsätzlich gegen das Internet

Restriktionen für Social Media Plattformen sind im Iran an der Tagesordnung, auch Instagram, Facebook und Twitter werden immer wieder blockiert. Nach den Protesten waren Forderungen laut geworden, das Internet umfassend kontrollieren zu lassen und Telegram vollständig zu sperren.

Präsident Hassan Rohani und die Reformer lehnten ein staatlich kontrolliertes Internet sowie die Abschaltung des Messaging Dienstes ab. Dies verletzte die elementaren Rechte der Bürger. Rohani sagte, es könne ja auch nicht ein Buch verboten werden, nur weil der Inhalt nicht gefalle.

fab/cgn (dpa, rtre)

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