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Aktuell Deutschland

Teilerfolg im Tarifkonflikt der Bahn

In dem monatelangen Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft der Lokführer gibt es einen Lichtblick. Zumindest für 2014 einigten sich beide Seiten auf einen Abschluss für alle GDL-Mitglieder.

Nach dem monatelangen zähen Ringen und massiven Streiks sind die Verhandlungen nun einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, sprach nach der Gesprächsrunde in Berlin gar von einem "Durchbruch". Beide Seiten einigten sich für das Jahr 2014. So erhalten alle GDL-Mitglieder 510 Euro als Einmalzahlung für die Monate Juli bis Dezember.

Weitere Verhandlungen im Januar

Im Januar wollen beide Parteien dann für die anschließende Zeit verhandeln, wie Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber und Weselsky weiter bekannt gaben. Für den 19. und 28. Januar wurden zwei neue Verhandlungstermine angesetzt.

Weber sprach von einem "wichtigen Zwischenergebnis kurz vor Weihnachten und guten Tag für Kunden und Mitarbeiter". "Streiks sind damit vorerst vom Tisch", freute er sich. Die Bahn hatte ihre offerierte Einmalzahlung nachgebessert. Sie hatte vorher bei 390 Euro gelegen. Die mit der GDL konkurrierende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) erhalte das gleiche Angebot, kündigte Weber an.

Beide Seiten schraubten Forderungen zurück

Im Gegenzug drängt die GDL nicht mehr auf eine um zwei Stunden verringerte Wochenarbeitszeit, sondern verlangt nur noch eine Stunde weniger. Dies würde in eine 38-Stunden-Woche münden, erläuterte Weselsky weiter. Nach seinen Worten hat die Bahn jegliche Bedingungen für Tarifverhandlungen fallen gelassen. Die GDL begrüßte es, dass die Bahn jetzt mit ihr für die fünf Berufsgruppen Lokführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Disponenten und Trainer sowohl über Arbeitszeit als auch über das Entgelt verhandle.

Weber erklärte, die Lokführergewerkschaft habe das Interesse der Deutschen Bahn anerkannt, innerhalb einer Berufsgruppe mit EVG und GDL keine konkurrierenden Tarifverträge zu vereinbaren. "Diese Klartext-Reden war wichtig."

Vor Beginn der Verhandlungen hatte der GDL-Chef noch heftige Drohungen ausgestoßen und mit neuen massiven Arbeitskämpfen nach dem 11. Januar gedroht.

se/wl (dpa, afp)