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Aktuell Welt

Teheran und Peking auf dem Weg in eine neue Ära

Die Reise des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in den Nahen Osten soll mit dazu beitragen, die zweitgrößte Volkswirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. Für China sind der Iran und Saudi-Arabien wichtige Absatzmärkte.

Chinas Präsident Xi Jinping hat als erster Staatschef nach der Aufhebung der Sanktionen den Iran besucht. Xi sei vom iranischen Präsidenten Hassan Ruhani in dessen Palast im Norden Teherans begrüßt worden, teilte die iranische Nachrichtenagentur Irna mit.

Im Laufe des Tages werde Xi noch mit Irans geistlichem Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei zusammentreffen. Bei seiner Ankunft in Teheran am Freitagabend sagte der chinesische Präsident Xi laut Irna, China wolle die bilateralen Beziehungen mit der Islamischen Republik verbessern. Dem Staatsfernsehen zufolge sprach der Vize-Außenminister Ebrahim Rahimpur von insgesamt 17 unterzeichneten Abkommen, darunter eine strategische Kooperationsvereinbarung. 2014 habe der Handel zwischen beiden Staaten bei etwa 52 Milliarden Dollar gelegen. Im vergangenen Jahr sei der Wert angesichts des Ölpreisverfalls jedoch gesunken. Ruhani zeigte sich über den Besuch des chinesischen Statschef sehr erfreut. "Wir sind glücklich, dass Präsident Xi uns nach Aufhebung der Sanktionen besucht, sagte Ruhani im iranischen Staatsfernsehen. In den kommenden zehn Jahren planen beiden Staaten den wirtschaftlichen Handel auf rund 600 Milliarden Dollar zu erhöhen. Dabei geht es unter anderem um den Bau von zwei Kernkraftwerken im Südiran sowie die langfristige Lieferung von iranischem Öl nach China.

Am 16. Januar waren die umfangreichen Sanktionen westlicher Länder gegen den Iran, die im Zusammenhang mit dem Atomabkommen verhängt worden waren, aufgehoben worden. Laut Irna ist es das erste Mal seit 14 Jahren, dass ein chinesischer Präsident in die Islamische Republik fährt. Im Rahmen seiner Reise in den Nahen Osten hatte Xi auch die mit dem Iran rivalisierende Großmacht Saudi-Arabien besucht.

cgn/wl (rtr, dpa)

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