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Kunst

Teheran-Ausstellung in Berlin offiziell abgesagt

Die mit Spannung erwartete Schau mit 60 herausragenden Werken der westlichen und iranischen Moderne findet nicht statt. Der iranische Präsident hat keine Ausfuhrgenehmigung für die Museumsstücke erteilt.

Jackson Pollock: Mural on Indian Red Ground, 1950 (Tehran Museum of Contemporary Art/Pollock-Krasner Foundation/VG Bild-Kunst)

Keine Reise nach Berlin: Das "Mural on Indian Red Ground" von Jackson Pollock verbleibt vorerst in Teheran

Sie sollte eine kulturpolitische Sensation werden: Im Nachgang des Atomabkommens mit Iran 2015 vereinbarte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit dem Teheran Museum of Contemporary Art (TMoCA) eine Ausstellung in Berlin. Ein Zeichen der Öffnung und die Erwartung einer außergewöhnlichen Ausstellung in der Berliner Gemäldegalerie. Nun gab die Stiftung bekannt: Die Ausstellung "Die Teheran Sammlung. Das Teheran Museum für Zeitgenössische Kunst in Berlin" wird nicht stattfinden. 

Der Kooperationsvertrag mit dem Teheran Museum of Contemporary Art ist seitens der Stiftung Preußischer Kulturbesitz gekündigt worden, "mit großem Bedauern" wie ihr Präsident Hermann Parzinger, erklärte: "Weitere Verzögerungen in der Ausstellungsplanung der Staatlichen Museen zu Berlin sind nicht mehr vertretbar." Dieser Schritt sei notwendig geworden, weil der Iran bislang immer noch keine Ausfuhrgenehmigung für die Kunstwerke erteilt habe.

Ursprünglich sollte die Schau bereits am 4. Dezember in der Gemäldegalerie eröffnet werden. Die lange unter Verschluss gehaltene Sammlung aus der Zeit von Reza Pahlavi - er war Schah von Persien von 1941 bis 1979 und ging nach monatelangen Unruhen und Protesten gegen sein Regime ins Exil - gilt als eine der weltweit wertvollsten Sammlungen westlicher Kunst.

"Die SPK bekennt sich jedoch weiterhin zum kulturellen Austausch, auch mit dem Iran, und wird diesen Dialog mit geeigneten Maßnahmen auch weiter befördern", so Parzinger. Die Ausstellung sei eine Idee beider Häuser gewesen und die Stiftung habe dem kulturellen Dialog zwischen der Nationalgalerie und dem Teheraner Museum stets große Bedeutung zugewiesen. 

jhi/ash (Stiftung Preußischer Kulturbesitz/kna/dpa)

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