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"Taxifahrer, Schulabbrecher, Straßenkämpfer"

Die DW-WORLD-User beschäftigten sich in dieser Woche mit dem Atomprogramm des Irans, der EU-Fähigkeit der Türkei, Korruption in Deutschland und der Visa-Affäre um Joschka Fischer. Doch lesen Sie selbst.

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Der Iran: ein "Schurkenstaat"?

Natürlich ist Iran der Schurkenstaat schlecht hin. Was ist es denn sonst? Ein Paradies? Nach soviel Mord, Plünderung, Korruption und Unterstützung des Terrorismus, die der UNO, ohne etwas dagegen unternehmen zu wollen/können, bekannt sind. Es ist eine Peinlichkeit und Unverantwortlichkeit der Regierungen, besonders der von Deutschland und Frankreich, mit diesem Regime aufgrund wirtschaftlicher Verhältnisse zu kooperieren. Mit einem demokratischem Regime lässt sich doch auch Geschäfte machen, was den Amerikanern bewusst ist und Europa nicht, weil es hier an Idealismus fehlt. 70 Prozent der iranischen Bevölkerung haben durch Nicht-Wählen das Mullah-Regime abgelehnt und wenn dies im Iran öffentlich verkündet wird, werden die Tollkühnen niedergemetzelt. Oder glaubt die Welt tatsächlich, die Mehrheit der im Iran lebenden Bevölkerung sind Regime-Befürworter? Unser Bewusstsein müsste heute den Stand erreicht haben, dafür zu sorgen, dass es in keinem Land unserer Erde solche Verbrecher-Regierungen stabilisiert und geduldet werden, denn wir sind alle Menschen.

David Peterson

Ich würde den Iran als Schurkenstaat bezeichnen. Wenn er Atomwaffen entwickelt und sich weigert, Kontrolleure ins Land zu lassen, ist dies auch berechtigt. Nur sollten die USA mit ihren Drohungen vorsichtig sein. Falls sie den Iran angreifen - und damit ist zu rechnen-, wird es sicherlich nicht so "einfach" wie im Irak. Die Iraner sind gewillt, sich und ihr Land zu verteidigen, notfalls auch mit Atomwaffen.

Moritz Hemsen

Iran, Schurkenstaat? So ein Blödsinn. Wir wissen doch alle was abgeht und wer der eigentliche Schurkenstaat ist. Aber die Verlockung ist einfach zu groß: Macht über das Öl. Die vielen Kunstschätze. Die "Demokratisierung", weil der Kapitalismus wieder ein Feld zum beackern braucht. Die Billionen Dollars für die Rechtfertigung der Armee und der Kriegsgeräte. Aber es wird Böse enden. Sehr Böse.

D.Bornschlegel

Türkei: Schon jetzt ein EU-fähig?

Ich halte die Türkei für entwicklungsfähig in Menschenrechtsfragen! Ich finde nur, dass das Ganze mit allen Mitteln als unmöglich erscheinen gelassen werden soll. Ohne sich die ganze Geschichte der Türkei vorher angeguckt zu haben, was alles vorgefallen ist und wer die Kurden mit den Türken eigentlich verfeinden ließ, all diese Sachen sollte man sich mal durch den Kopf gehen lassen, bevor voreilige Schlüsse gezogen und ein schlechtes Bild sich von diesem Land gemacht wird. Ich habe mich mit der Geschichte auseinandergesetzt und bin der Meinung, dass dieses Land besser geeignet wäre für die EU als andere Länder. Die EU'ler sollten sich geehrt fühlen, solch ein Land eines von ihnen nennen zu dürfen!

Jürgen Fiedler

Wenn ja, wird es meines Erachtens Jahrzehnte dauern, bis die Türkei in die Europäische Union "passen" wird. Da wir nicht wissen, ob die Entwicklung stabil bleibt, besteht die Möglichkeit, dass dies nie der Fall sein wird.

Hans Breitbach

Fischer: Ein beschädigter Außenminister?

Ihrem Kommentar (Verfasser: Jens Thurau) stimme ich gern zu: Die Grünen haben sich zu lange zu sicher gefühlt; sie stellen eine reine Nein-Sager-Partei dar, es wurde kaum etwas Konstruktives hervorgebracht, auf andere "etablierte" Politiker wurde verbal eingeprügelt - man war sich ja der Zustimmung eines nicht geringen Teils der Bevölkerung sicher, denn Kritisieren ist nahezu jedermanns Lieblingsbetätigung. Wie sie nun damit umgehen, dass sie für lange Zeit ein massives Problem für die öffentliche Sicherheit geschaffen haben (und ganz offensichtlich weitere schaffen werden, siehe Thema Verfassungsschutz, Datenschutz u. a.), das sich bereits praktisch auswirkt, erstaunt und erschreckt mich. Nicht erst dieses Vorkommnis veranlasst mich zu meiner Meinung: Den Grünen ist am Erhalt unseres Staates nicht viel gelegen. Ansonsten sollten sie es einmal beweisen.

Stephan Domke

Fischer ist sicherlich einer der besseren Außenminister die Deutschland bisher hatte. Die Situation in Deutschland wird nicht besser und es werden immer wieder neue, "für uns normale Menschen", unfassbare Dinge bekannt. Herr Fischer muss für solche Vorfälle die Konsequenzen ziehen. Er bekleidet ein Amt, wo so etwas nicht vorkommen darf. Welch weiteren Schaden bedeutet dieses wieder für Deutschland?

Dirk Kuhlmann

Fischer wurde nur durch die grüne Partei als Steigbügelhalter für die SPD nach oben gespült wurde. Als ehemaliger Taxifahrer, Schulabbrecher und linker Straßen-Kämpfer fehlt ihm eine solide Ausbildung. Aber für den Beruf eines Politikers ist das heute nicht mehr nötig.

Dieter Müller

Ist Deutschland ein korruptes Land?

Deutschland ist korrupt bis auf die Knochen! Raffgier, Wichtigtuerei, Neid. Besonders schlimm, weil dies so häufig bei den Leitern und Manager unseres Staates vorkommt.

Ich bin mit einer Dänin verheiratet und habe jahrelang in Kopenhagen gelebt und spreche dänisch wie deutsch. Der dänische Charakter ist anders, da braucht man keine Gesetze. Besonders in den oberen Etagen kann man über sich lachen, Raffgier ist so gut wie unbekannt. Und man nimmt seine eigene Person nicht so wichtig! Haben Sie schon mal deutsche Politiker oder Manager hautnah erlebt? Da ist der Unterschied.

Emil Alfter

Es ist gut, dass das Thema Korruption in Deutschland endlich stärker in den Fokus der Diskussion kommt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es Korruption in Deutschland schon länger gibt, mal mit kleinen und mal mit größeren Summen. Und auch im Umfeld sehr namhafter Firmen. Mich würde interessieren, ob es nicht auch einen ursächlichen Zusammenhang gibt zwischen Korruption und der gegenwärtigen wirtschaftlichen Stagnation in Deutschland.

Henning Baur

  • Datum 19.02.2005
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  • Datum 19.02.2005
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