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Amerika

Tauwetter zwischen USA und Kuba

Nach Jahrzehnten des Misstrauens gehen die USA und Kuba wieder aufeinander zu. Die Regierung in Havanna stimmte dem US-Vorschlag zur Wiederaufnahme des bilateralen Dialogs zu.

Flaggen der USA und Kubas (Montage: DW)

Gleiche Farben in der Staatsflagge, anderes politisches System

Wie das US-Außenministerium am Sonntag (31.05.2009) mitteilte, soll es bei den geplanten Verhandlungen um Einwanderungsfragen und den unterbrochenen Postverkehr zwischen beiden Ländern gehen. Ferner habe Kuba seine Bereitschaft signalisiert, im Kampf gegen Terrorismus und Drogenhandel sowie beim Katastrophenschutz mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten.

Das Außenministerium in Washington wertete die positive Reaktion Kubas auf das US-Angebot als "klares Signal", dass die Zeichen auf Dialog stünden. Ein konkreter Zeitplan für die Verhandlungen wurde allerdings noch nicht bekanntgegeben.

Obama sucht Neuanfang

Barack Obama (Foto: AP)

US-Präsident Barack Obama will die Annäherung

US-Präsident Barack Obama hat seit seinem Amtsantritt im Januar dieses Jahres mehrfach deutlich gemacht, dass er einen Neuanfang in den Beziehungen zur kommunistischen Regierung in Havanna sucht. Kürzlich hatte er bereits Reisebeschränkungen für US-Bürger aufgehoben, die Verwandte in Kuba besuchen wollen. Auch dürfen Exilkubaner mehr Geld in ihr Heimatland schicken. Das seit knapp fünf Jahrzehnten bestehende US-Embargo gegen Kuba besteht allerdings weiter. Um das Misstrauen zwischen den USA und Kuba zu überwinden, sei -ungeachtet aller Annäherungssignale - "eine längere Reise" notwendig, betonte Obama.

OAS mit oder ohne Kuba?

Logo der OAS

Das OAS-Logo - nach wie vor mit kubanischer Flagge

Am kommenden Dienstag soll auf einer Konferenz in Honduras darüber beraten werden, ob Kuba wieder in die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) aufgenommen wird. An dem Treffen nimmt auch US-Außenministerin Hillary Clinton teil. Die neue US-Regierung ist grundsätzlich für eine Wiederaufnahme Kubas, besteht aber darauf, dass der Karibikstaat den OAS-Vorgaben für demokratische Reformen nachkommt. (wa/SC/ap/dpa/rtr/afp)

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