1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Politik

Tauwetter in Korea

Nord- und Südkorea nähern sich an. Erstmals seit zwei Jahren gab es wieder Gespräche - und Pjöngjang arbeitet an einer Erneuerung der Beziehungen mit den USA.

Soldaten an der koreanischen Grenze (Foto: AP)

Begegnung an der Grenze

Vor dem Staatsbegräbnis für den südkoreanischen Expräsidenten Kim Dae Jung hat am Freitag (21.08.2009) eine Beileidsdelegation aus Nordkorea dem Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen. Es war der erste offizielle Besuch in Seoul seit fast zwei Jahren.

Erste Gespräche

Am Samstag kamen der südkoreanische Wiedervereinigungsminister Hyun In Taek und der nordkoreanische Geheimdienstchef Kim Yang Kon, der für innerkoreanische Angelegenheiten zuständig ist, in Seoul zu den ersten politischehn Gesprächen seit zwei Jahren zusammen. Sie besprachen bilaterale Themen, wie der südkoreanische Regierungssprecher Lee Jong Joo sagte.

Das Verhältnis zwischen Nord- und Südkorea hatte sich seit dem Amtsantritt des südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak weiter verschlechtert. Zwischen den beiden Ländern gibt es seit dem Krieg 1953 lediglich ein Waffenstillstandsabkommen, jedoch keinen Friedensvertrag.

Bahnverkehr wieder aufgenommen

Wiedersehen von getrenntlebenden koreanischen Familien nach jahrzehntelanger Trennung in Seoul

Wiedersehen nach nach jahrzehntelanger Trennung in Seoul

Schon in dieser Woche hatte Nordkorea erklärt, die Grenze für Treffen von getrennt lebenden Familien und südkoreanische Touristen wieder durchlässiger zu machen. Auch solle der Industriepark Kaesong im Grenzgebiet wieder stärker belebt werden. Zudem kündigte Pjöngjang an, den Bahnverkehr über die schwer bewachte innerkoreanische Grenze von diesem Freitag (21.08.2009) wieder zuzulassen. Er war Ende 2008 gestoppt worden. Wann allerdings der erste Güterzug wieder von Südkorea über die Grenze fahre, sei noch nicht klar, sagte eine Sprecherin des südkoreanischen Verteidigungsministeriums.

Neue Hoffnungen auf eine Annäherung zwischen Nord- und Südkorea hatte auch der Besuch der Vorsitzenden der südkoreanischen Hyundai-Gruppe, Hyun Jeong Eun, bei Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il in Pjöngjang erweckt. Sie trafen die Vereinbarung über die Erweiterung des Grenzverkehrs für Touristenbesuche.

Bilaterale Gespräche mit den USA gewünscht

Im Verhältnis zu den USA setzt Nordkorea auf Verhandlungen. Nach einem Treffen nordkoreanischer Diplomaten mit dem Gouverneur des US-Bundesstaates New Mexiko, Bill Richardson, bekräftigte die kommunistische Führung in Pjöngjang ihren Wunsch zu bilateralen Gesprächen. Aus dem US-Außenministerium hieß es dazu, die USA seien zu bilateralen Verhandlungen bereit, allerdings nur im Rahmen der bestehenden Sechs-Nationen-Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm.

Anfang August hatte der spektakuläre Besuch des früheren US-Präsidenten Bill Clinton in Pjöngjang für Schlagzeilen gesorgt. In Gesprächen mit Staatschef Kim Jong Il hatte er die Freilassung von zwei zu Zwangsarbeit verurteilten US-Journalistinnen erreicht. Die beiden Frauen waren Mitte März bei Recherchen nahe der chinesisch-nordkoreanischen Grenze festgenommen worden. (sam/fab/det/afp/dpa/AP)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema