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Kultur

Tausende Tote nach Erdbeben in China

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 hat Zentralchina erschüttert. Mehr als 8000 Tote sind offiziell bestätigt. Es werden noch deutlich mehr befürchtet.

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Suche nach Verschütteten in Juyuan, rund 100 Kilometer vom Epizentrum entfernt

Das Erdbeben in Zentralchina am Montag (12.5.2008) hat nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua allein in einem Bezirk der Provinz Sichuan 8533 Menschen das Leben gekostet. Es handele sich um eine vorläufige Opferzahl.

Verschüttete Studenten nach Erdbeben in Juyuan China

Suche nach verschütteten Schüler in Juyuan

In einer einzigen zerstörten Schule in Dujiangyan sollen fast 900 Schüler verschüttet worden sein. Die dreistöckige Juyuan-Schule stürzte teilweise ein, als in 18 Klassen jeweils 50 Kinder Unterricht hatten, wie die Staatsagentur Xinhua berichtete.

In der Stadt Shifang in Sichuan begruben die Trümmer einer einstürzenden Chemiefabrik mehrere hundert Arbeiter unter sich, wie amtliche Medien berichteten. Mehr als 80 Tonnen Ammoniak traten aus. Rund 6000 Anwohner mussten bei Evakuierungen vor den gefährlichen Dünsten der Chemikalie in Sicherheit gebracht werden.

Der Erdstoß in der Provinz Sichuan war bis in die 1500 Kilometer entfernte Hauptstadt Peking und in der Metropole Shanghai zu spüren, wo Tausende in Panik auf die Straße liefen. Hochhäuser wurden evakuiert.

"Völlig abgeschnitten"

Drei schwer betroffene Kreise in der 874.000 Einwohner zählenden Präfektur Aba seien von der Außenwelt "völlig abgeschnitten", da die Straßen nicht passierbar seien, berichteten die örtlichen Behörden. Auch die Telefonverbindungen seien unterbrochen. Es habe Erdrutsche gegeben. Viele Häuser seien zerstört.

Das Epizentrum lag etwa 90 Kilometer entfernt von Chengdu, der Hauptstadt von Sichuan östlich von Tibet, wie das US-Institut für Geophysik mitteilte. In Sichuan wurden kurze Zeit später zwei Nachbeben der Stärke 6,0 und 5,4 registriert.

Hu treibt die Helfer an

Das Militär entsandte Hubschrauber in die abgeschnittene Region der Kreise Wenchuan, Lixian und Maoxian nahe der Provinzhauptstadt Chengdu. Aus Peking wurden spezielle Erdbebenteams der paramilitärischen Polizei mit Suchhunden nach Sichuan geflogen.

Polizei evakuiert Hochhäuser in Shanghai China

Evakuierung in Shanghai

Der chinesische Präsident Hu Jintao ordnete eine schnell Versorgung der Verletzten an, während sich Ministerpräsident Wen Jiabao auf den Weg zum Zentrums des Bebens machte, wie Xinhua berichtete. Truppen der Nationalen Volksarmee wurden entsandt, um den Menschen im Erdbebengebiet zu helfen.

Handynetz zusammengebrochen

In Shanghai sei das Mobiltelefon-Netz zusammengebrochen, sagte eine Augenzeugin. Menschen seien auf die Straße gerannt. In Peking wurden Bürogebäude evakuiert, auch Räume des Organisatorenteams der Olympischen Sommerspiele war betroffen. Tausende Menschen verließen ihre Büros und versammelten sich auf den Straßen. Nach rund einer Stunde kehrten sie in ihre Gebäude zurück. (sams)

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