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Aktuell Europa

Tausende Obdachlose nach Erdbeben in Italien

Nach dem schweren Erdbeben in Norditalien haben tausende Menschen die Nacht zum Montag in Notunterkünften verbracht. Dabei wurde die Region Emilia Romagna erneut von mehreren Nachbeben erschüttert.

Nach ersten Schätzungen wurden durch das Beben mindestens 3.000 Menschen obdachlos, etwa 2.500 in der Provinz Modena und 500 in der ebenfalls stark betroffenen Provinz Ferrara. Viele von ihnen mussten die Nacht in Zelten oder Sporthallen verbringen, weil ihre Häuser nicht mehr bewohnbar sind. Die Situation wird inzwischen durch Regenfälle noch verschärft.

Italien Beben (Foto: dapd).

Schwere Schäden an vielen historischen Gebäuden

Mindestens sieben Tote

Am frühen Sonntagmorgen hatte ein Beben der Stärke 6,0 Norditalien erschüttert. Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben, unter ihnen auch eine Deutsche, die sich aus beruflichen Gründen in der Region von Bologna aufhielt. Das italienische Fernsehen berichtete zudem von etwa 50 Verletzten. An vielen historischen Gebäuden entstanden schwere Schäden - so auch in der Renaissancestadt Ferrara, die zum Weltkulturerbe gehört. Straßen wurden unpassierbar, viele Schulen sollen vorerst geschlossen bleiben. In Ferrara wurde vorsorglich auch das Gefängnis evakuiert.

Italiens Regierungschef Mario Monti sagte den Opfern Hilfe zu. "In diesen Momenten fühlt das ganze Land mit denen, die leiden", sagte Monti. Er verließ vorzeitig den NATO-Gipfel in Chicago und reiste nach Italien zurück.

jh/sc (dpa,reuters,dapd)