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Aktuell Nahost

Tausende fliehen vor Kämpfen in Aleppo

Kein Ende der Kämpfe, kein Ende des Flüchtlingsstroms: Nach dem Vormarsch von Regierungstruppen sollen 40.000 Syrer in der nördlichen Provinz Aleppo auf der Flucht sein.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hatte zuvor bei der Syrien-Geberkonferenz in London gesagt, wegen der Luftangriffe in Aleppo würden etwa 10.000 Flüchtlinge am Grenzübergang in Kilis warten.

Zudem würden bis zu 70.000 Menschen aus Lagern in Nordsyrien weiter in Richtung Türkei fliehen. Auch die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte spricht von einer neuen Flüchtlingswelle in dem Bürgerkriegsland. Es wird erwartet, dass viele der Menschen Schutz in der benachbarten Türkei suchen werden.

Bomben im Minutentakt

Syrische Regierungstruppen von Machthaber Baschar al-Assad hatten am Mittwoch die wichtigste Nachschubroute der Rebellen von der Großstadt Aleppo zur türkischen Grenze abgeschnitten. Sie waren in den vergangenen Tagen unterstützt von russischen Luftangriffen nördlich von Aleppo vorgerückt. Es soll sehr intensive Angriffe dort geben. Bomben würden von der syrischen Armee nahezu im Minutentakt abgeworfen, berichten Korrespondenten. Unterstützt wird das syrische Militär von der russischen Luftwaffe.

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan forderte gerade im Blick auf die aktuelle Situation ein Ende der russischen Bombenangriffe in Syrien. Nur so könne der Flüchtlingsstrom in die Türkei gebremst werden, erklärte Erdogan bei einem Besuch in Ecuador. Nach den letzten Angriffen in Aleppo seien tausende Syrer an die Grenze zur Türkei geflüchtet. "Unsere europäischen Freunde wollen, dass wir den Flüchtlingsstrom stoppen, wie können wir dies tun, wenn Russland und das syrische Regime diese Menschen bombardieren?" betonte Erdogan.

haz/ww (dpa, afp, rtr)