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Bundesweite Friedensbewegung

Tausende demonstrieren bei Ostermärschen

Für Frieden und Abrüstung: Tausende Bürger sind bei den traditionellen Ostermärschen auf die Straße gegangen. Wegen zunehmender internationaler Spannungen warnt die Friedensbewegung vor einer Eskalation.

Demonstranten halten ein Schild hoch, auf dem Krieg ist scheiße steht. (Foto: picture alliance/dpa/D. Calagan)

Oster-Demonstranten in Stuttgart

In mehreren deutschen Städten haben Tausende Menschen gegen die Kriege in Syrien, im Irak und in Afghanistan demonstriert. Auf Schildern war etwa zu lesen: "Waffenexporte produzieren Kriege und produzieren Flüchtlinge" oder "NATO raus aus Syrien". Im Aufruf der Friedensbewegung heißt es, in Krisengebieten wie Syrien, Irak und Mali sollte stärker auf zivile anstelle von militärischen Konfliktlösungen gesetzt werden. Die Ostermarschierer fordern unter anderem einen Stopp der Bundeswehreinsätze im Ausland sowie den Abzug von US-Atomwaffen, die nach wie vor in Deutschland am Standort Büchel in Rheinland-Pfalz stationiert sein sollen.

Ostermarsch in München (Foto: picture-alliance/dpa/M. Balk)

Münchner Demonstranten kritisieren die NATO-Einsätze

Die Proteste standen auch unter dem Eindruck des Abwurfs der größten konventionell bestückten US-Bombe in Afghanistan. "Die atomare Bedrohung nimmt zu, die Kriegsgefahr wächst", sagte der Linkspolitiker Willi van Oyen vom Frankfurter Ostermarschbüro. Die Beteiligung bewege sich auf dem Niveau der Vorjahre, sagte van Oyen. In Berlin kamen nach Angaben der Veranstalter mehr als 1000 Menschen zusammen, um gegen deutsche Rüstungsexporte und eine Erhöhung der Militärausgaben zu demonstrieren. Sie forderten auch ein Ende der "Drohpolitik" gegen Russland. Die Polizei sprach von rund 500 Teilnehmern.

Eine Frau läuft bei dem Ostermarsch in Bremen mit. Um ihren Hals trägt sie ein Schild, auf dem steht: Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge. (Foto: picture alliance/dpa/M. Assanimoghaddam)

Seit den 1960-er Jahren demonstriert die Friedensbewegung in Deutschland

Ostermärsche mit langer Tradition

Die Ostermärsche werden bis Montag fortgesetzt. Insgesamt sind Demonstrationen an mehr als 80 Orten geplant. Die Ostermärsche der Friedensbewegung gibt es in Deutschland seit 1960. Ins Blickfeld der Ostermarschierer rückten Auslandseinsätze der Bundeswehr und deutsche Rüstungsexporte sowie Kritik an der Atomkraft und das Leid der Flüchtlinge. Zwischen 1968 und 1983 hatten bei Ostermärschen in Westdeutschland noch mehrere Hunderttausend Menschen gegen den Vietnam-Krieg oder die NATO-Nachrüstung demonstriert.

pab/qu (dpa, epd)

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