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Meere

Tauchpionier Hans Hass ist tot

Hans Hass brachte Generationen die Unterwasserwelt näher. Mit Forschungsreisen, Filmen und Büchern machte er sich zur Legende. Seine besondere Liebe galt den Haien. Mit 94 Jahren verstarb der Wiener nun.

Der Österreicher gilt als einer der großen Naturforscher des vergangenen Jahrhunderts. Mit Filmen wie "Abenteuer im Roten Meer", gedreht 1951, brachte er in der Nachkriegszeit die Welt der Ozeane einem großen Publikum näher.

Forschungsreisen rund um den Erdball

Bereits mit 20 Jahren veröffentlichte Hass, der 1919 in Wien geboren wurde, sein erstes Buch "Jagd unter Wasser mit Harpune und Kamera" und begann Unterwasserfilme zu drehen. Seine Reisen führten ihn rund um den Globus, etwa in die Ägäis, ins Rote Meer, nach Polynesien, Australien, zu den Galapagos Inseln und in den Indischen Ozean. Insgesamt publizierte er 32 Bücher und produzierte 73 Filme.

Tauchpionier Hans Hass, Aufnahme aus dem Jahr 1945, Photo by Picture Post/Hulton Archive/Getty Images)

Bereits in den 1940er Jahren machte sich Hass als Tauchpionier einen Namen

Die große Liebe des studierten Zoologen galt stets den Haien, denen er den Ruf als Schrecken der Ozeane nehmen wollte. Mit Filmen wie "Menschen unter Haien" und Büchern wie "Unter Korallen und Haien", "Der Hai - Legende eines Mörders" kämpfte er für eine bessere Reputation der Tiere. Durch seinen Einsatz erwarb er sich bald die Bezeichnung "Herr der Haie".

Wie ein Fisch unter Fischen

Hass wollte sich selbst immer völlig geräuschlos den Tieren unter Wasser nähern, um sie zu fotografieren. "Ich wollte mich wie ein Fisch unter Fischen bewegen", sagte der Meeresforscher einmal. Dazu erarbeitete er neuartige Tauchflossen, führte ein Schwimmtauchgerät mit Sauerstoff ein, das vom Forschungsschiff unabhängiger machte, und entwickelte die ersten funktionsfähigen Unterwasserkameras.

Obwohl er bereits vor über 50 Jahren das Tauchen an den Nagel gehängt hatte, setzte er sich weiter für die Bewohner der Meere ein und wurde zum Kämpfer gegen Umweltzerstörung.

haz/sti (dpa)