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Aktuell Deutschland

Tarifkonflikt: Piloten und Lufthansa akzeptieren Schlichterspruch

Seit Jahren ringen die Lufthansa und ihre Piloten um einen neuen Tarifvertrag. Nun ist der erste Punkt geklärt: 5400 Piloten bekommen mehr Geld.

Blick in das Cockpit eines Lufthansa-Airbus (Archivbild/picture alliance/dpa/D. Reinhardt)

Blick in das Cockpit eines Lufthansa-Airbus (Archivbild)

Im jahrelangen Tarifkonflikt der Lufthansa mit ihren Piloten gibt es in einem wichtigen Punkt eine Einigung: Die Fluglinie und die Gewerkschaft Cockpit nahmen eine Empfehlung des Schlichters Gunter Pleuger an. Der Schlichterspruch bezieht sich auf die Gehälter der 5400 Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings, für die der Konzerntarifvertrag (KTV) gilt. Endgültig entscheiden die Cockpit-Mitglieder in einer Urabstimmung. 

Stufenweise Gehalterhöhung

Nach Angaben der Lufthansa wird die Vergütung der Piloten in vier Stufen um insgesamt 8,7 Prozent erhöht. Zusätzlich gebe es eine Einmalzahlung im Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro, was voraussichtlich einer Ausschüttung von 5000 bis 6000 Euro je Beschäftigten entspreche. Die Laufzeit der Vergütungstarifverträge gilt laut Lufthansa bis Ende 2019.

Der Konzern bezifferte die Gesamtkosten auf 85 Millionen Euro, die ananderer Stelle kompensiert werden müssten. Bereits vereinbart ist, dass 40 Flugzeuge außerhalb des KTV für Lufthansa eingesetzt werden dürfen. Der Konzern will dafür möglicherweise eine neue Gesellschaft
gründen.

14 Streiks der Piloten

Der Tarifkonflikt dauert bereits seit 2012 an - mit mittlerweile 14 Streiks, 500 Millionen Euro Kosten und ungezählten Verhandlungsrunden. Der bislang letzte Streik der Piloten hatte Reisepläne von Lufthansa-Kunden Ende November durcheinander gebracht. Mit dem Schlichterspruch ist der Tarifstreit zwischen der Lufthansa und Cockpit noch nicht beendet. Strittig sind noch mehrere andere Themen. Die Gespräche dazu sollen fortgesetzt werden, wie die Lufthansa betonte.

wl/rb (dpa, afp)