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Asien

"Tamilen ohne Begründung inhaftiert"

Seit sieben Monaten herrscht nun offiziell Frieden in Sri Lanka. Doch noch immer würden 11.000 Menschen zu Unrecht in Lagern festgehalten, sagt Human Rights Watch.

(Foto: AP)

Sie beten für ihre Angehörigen. Tausende Tamilen werden in Lagern festgehalten, viele ohne Begründung, kritisiert Human Rights Watch.

Den Gefangenen wird vorgeworfen, Verbindungen zur tamilischen Rebellengruppe "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE) zu haben. Die Inhaftierten hätten aber keine konkrete Begründung für ihre Festnahme erhalten. Außerdem bekämen sie keinerlei Rechtsbeistand, und auch der Kontakt zur Familie würde ihnen verweigert, sagen die Menschenrechtler.

(Foto: AP)

In solchen Notunterkünften die meisten Tamilen nun nicht mehr, aber über 100.000 sind in Lagern inhaftiert.

Über ein Vierteljahrhundert lang tobte in dem Inselstaat ein Bürgerkrieg zwischen der singhalesischen Mehrheit und den tamilischen LTTE-Rebellen. Im Mai vergangenen Jahres hat die Regierung dann mit einer großen Militäroperation den Aufstand der LTTE niedergeschlagen. Über eine Viertelmillion Tamilen kamen damals in Internierungslager - darunter viele Zivilisten.

Verdächtige in "Reha-Zentren"

11.000 von ihnen brachte die Regierung in gesonderte Lager - sogenannte "Rehabilitionszentren". Sie sollen angeblich Verbindungen zu den Rebellen haben. Human Rights Watch fordert nun die Politiker in Colombo auf, zu klären, welche Insassen tatsächlich ehemalige Kämpfer oder Unterstützer der Rebellen sind. Die übrigen müssten sofort freigelassen werden.

Die Menschenrechtsorganisation hält es zudem für möglich, dass Häftlinge gefoltert werden, oder einfach von "der Bildfläche verschwinden". (mik/AP/AFP)

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