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Aktuell Asien

Taliban kündigen Vergeltungsschläge gegen Pakistan an

Die Taliban in Pakistan wollen sich für den Drohnen-Angriff der USA auf ihren Anführer rächen. Sie glauben, Pakistans Regierung arbeite mit den USA zusammen. Die geplanten Friedensgespräche rücken in weite Ferne.

Der neu gewählte Anführer der pakistanischen Taliban (TTP), Mullah Maulana Fazlullah, gilt als Hardliner und als Gegner von Friedensverhandlungen mit der Regierung. Die TTP-Extremisten erteilten den geplanten Verhandlungen eine Absage. Ein Taliban-Sprecher erklärte nach Fazlullahs Wahl: "Wir glauben, dass die pakistanische Regierung ein Partner Amerikas ist (...) und wir werden nie mit ihr reden."

Zudem drohte die radikalislamistische TTP mit Vergeltungsschlägen für die Tötung von Fazlullahs Vorgänger, Hakimullah Mehsud durch einen US-Drohnenangriff vor knapp einer Woche. Asmatullah Shaheen, der Vorsitzende des Rats, der Mullah Fazlullah gewählt hatte, sagte der Nachrichtenagentur Reuter: "Wir werden Sicherheitskräfte angreifen, Regierungsgebäude, Polizeiführer und die Polizei."

"Bürger müssen keine Angst haben"

Vor allem in der bevölkerungsreichen Provinz Punjab, in der Ministerpräsident Nawaz Sharif seinen Sitz hat, würden die TTP ihren Racheplan umsetzen, mahnte der Schura-Chef. Shaheen sagte in dem Telefongespräch mit der Agentur, ihm sei es wichtig, klarzustellen, dass die "Bürger keine Angst haben" müssten.

Die Taliban würden keine öffentlichen Plätze angreifen.

Zu dem US-Drohnenangriff auf den früheren TTP-Chef Mehsud war es einen Tag vor dem geplanten Beginn von Gesprächen gekommen, zu denen sich Mehsud bereit erklärt hatte. Die pakistanische Regierung warf Washington daraufhin vor, die Verhandlungen zu "sabotieren".

Die TTP ist ein Zusammenschluss von mehr als einem Dutzend extremistischer Taliban-Gruppen. Gegründet wurde sie im Jahr 2007.

nem/sc (dpa, afp, rtr)

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